Auslese: Die Finanzwelt im Internet — Dezember 2010

Das Beste im Web: Wir suchen für Sie laufend die wichtigsten, interessantesten und auch spannendsten Artikel des Tages. Damit Sie sofort wissen, was in der Finanzwelt Sache ist.

Bankenregulierung: Was die Schweizer richtig gemacht haben

Vorbild Schweiz: Vor zwei Jahren stand der Finanzplatz Schweiz ebenfalls im Zentrum des Orkans, jetzt steht er besser da als zuvor. Was haben die Schweizer richtig gemacht? «Newsweek» kommt zum Schluss, dass der entschlossene Regulierungsdruck auf die Schweizer Banken ein Vorteil war. — «Newsweek», 27. Dezember

Kantonalbanken im Visier der US-Justiz

Das amerikanische Justizdepartement hat offenbar ein Strafverfahren gegen einige Kantonalbanken eröffnet. Die USA fordern von der Schweiz erneut die Namen von Bankkunden, wie die «New York Times» berichtet. Die hauptsächlich betroffene Basler Kantonalbank weiss von nichts. – «New York Times», 26. Dezember (aktualisiert auf NZZ Online)

Der Kampf gegen Steuerflucht ist nicht gewonnen

Es ist fraglos das Geschäft des Jahres: Staatliche Stellen geben ein paar Millionen Euro für diverse CDs mit brisanten Kontodaten Schweizer und Liechtensteiner Banken aus. Daraufhin melden sich mehr als 23000 aufgeschreckte Steuerflüchtlinge bei ihrem Finanzamt. Sie überweisen lieber freiwillig 1,8 Mrd. Euro vorenthaltene Steuern, bevor Fahnder vor der Wohnungstür stehen. – «Die Welt», 26. Dezember

Ohne die geht nichts: Die 10 wichtigsten Apps für iPhone und iPod touch

Wer auf dem Gabentisch ein iPhone oder iPod touch vorgefunden hat, der wird sich an den Weihnachtsfeiertagen garantiert nicht langweilen. Über 300'000 Apps warten im App Store auf den Download. Aber welche sind die wichtigsten? Wir haben eine Liste mit 10 Apps erstellt, die unserer Meinung nach als Erstes auf iPhone oder iPod touch geladen gehören. Und das Beste: Die meisten Apps sind kostenlos. — «justapp.de», 26. Dezember

«Wir stehen vor fünf bis zehn Jahren Wirtschaftswunder»: Interview mit Friedrich von Metzler

Die frohe Botschaft kommt von einem Privatbankier: Friedrich von Metzler zeichnet im Interview mit dem «Handelsblatt» rosige Konjunkturaussichten für Deutschland. Und er meint, dass Aktien derzeit eine hervorragende Anlage sind. — «Handelsblatt», 23. Dezember

«Wir brauchen eine neue Risikomoral»: Interview mit Josef Ackermann

Weitere Themen im «Handelsblatt»-Interview mit dem Deutsche-Bank-Chef: Die Wankelmütigkeit in der Politik, die Eurokrise, die Geldpolitik und sein oft diskutiertes Renditeziel von 25 Prozent. Der Satz dazu: «Nach dieser Übergangsphase, die ich auf etwa drei Jahre schätze, können wir wieder gewohnte Renditen erreichen». Nichts sagt Ackermann hingegen zu seiner Nachfolge. — «Handelsblatt», 23. Dezember

Credit Suisse als «Good Guy», UBS als «Bad Guy»

Die «Neue Zürcher Zeitung» berichtet über die unterschiedliche Politik der Schweizer Banken im Bereich des «Mountaintop Removal», einer extrem umweltzerstörerischen Form des Kohlebergbaus – und über den öffentlichen Druck in den USA. Die CS weigert sich, Unternehmen zu finanzieren, die Moutaintop Removal betreiben; derweil ist die UBS ein wichtiger Finanzier in diesem Bereich.
Bemerkenswert: Anfang November vergab die UBS einen 200-Millionen-Kredit an solch ein Unternehmen – um nur einen Tag danach eine Erklärung zu veröffentlichen, dass man solche Kredite überprüfe. — «Neue Zürcher Zeitung», 22. Dezember.

Was wurde eigentlich aus dem Casual Friday?

MSNBC nimmt auf seiner Karriereplattform den UBS-Dresscode zum Anlass, um über die zunehmend strengen Benimm- und Kleiderregeln für Angestellte nachzudenken. Eine These: Firmen wagen es wegen der angespannteren Weltwirtschaftslage immer weniger, sich eine eine schlufige Haltung zu gestatten; und zwar nirgends. — MSNBC, 22. Dezember.

Die 50 reichsten Araber: Die Liste

Fast 250 Milliarden Dollar bringen die reichsten Araber auf die Waage. Die 10 Reichsten besitzen allein schon ein Vermögen von 100 Milliarden Dollar – 16 Prozent mehr als im Vorjahr. – «Arabian Business», 21. Dezember.

Wie die UBS in Asien die Nase vorn hält

Zum achten aufeinanderfolgenden Mal holt sich die UBS die Krone im Investmentbanking im Raum Asien/Pazifik. Die Konkurrenz rückt aber näher und näher. – «WSJ», 21.Dezember.

Gold: Barren, Münzen, Fonds, ETF's, Goldminenaktien?

Die «Süddeutsche Zeitung» erläutert die Vor- und Nachteile der verschiedenen Formen, sein Geld in Gold anzulegen. — «Süddeutsche Zeitung», 21. Dezember.

CEOs verzichten lieber auf Facebook

Die alte Garde in den Chefsesseln will sich noch nicht so richtig mit den Social-Media auseinandersetzen. Die Schweizer Führungskräfte kommunizieren lieber über die traditionellen Kanäle anstatt über Facebook oder Twitter. — «Computerworld», 21. Dezember

Wieso Banker ihren Bonus gleich verprasseln

Neurochemie-Experten sind in einer Studie der Frage nachgegangen, wieso erfolgreiche Personen schnellen sofortigen Gewinn einer langfristigen besseren Anlage bevorzugen. Unter anderem lässt sich damit auch die Frage beantworten, warum Banken ihren Bonus gleich in teure Autos investieren, anstatt langfristig anzulegen. — «FINS», 21. Dezember

Sergio Ermotti: Der Grossmeister der Beziehungen

Mit einem Schlag hat die Zukunft der grössten Schweizer Bank ein Gesicht. Fragt sich nur, wie der versierte Sergio Ermotti all seine Verpflichtungen unter einen Hut bringt. — «Handelszeitung», 20. Dezember

Krone für Goldman

Ein Top-Thema am Wochenende war die M&A-Krone für die US-Investmentbank Goldman Sachs. Nach einem Jahr mit negativen Schlagzeilen setzte sich Goldman im Ranking der erfolgreichsten Investmentbanken bei Fusionen und Übernahmen mit der Begleitung von 346 Transaktionen im Wert von 513 Milliarden Dollar weltweit auf den Spitzenplatz. — «Wall Steet Journal», 20. Dezember

Standpauke in der Boni-Frage

James Gorman, CEO bei Morgan Stanley, hat über 500 Bankern eine Standpauke gehalten. Sollte einer der Banker gegenüber den Medien über die diesjährigen Bonus-Zahlungen Auskunft geben, werde er ihn persönlich hinaus eskortieren. — «New York Post», 20. Dezember

Vorgezogener Stabwechsel

Robert E. Diamond Jr. rückt zum Jahreswechsel an die Spitze von Barclays, drei Monate früher als geplant. Begründung: Die Arbeit am Übergang mit dem scheidenden CEO John Varley sei zügig vorangeschritten. «New York Times», 20. Dezember

Witwe eines Freundes von Bernard Madoff zahlt 7,2 Milliarden Dollar zurück

Es ist die bisher grösste Rückzahlung: Barbara Picower, die Witwe von Madoff-Freund Jeffry Picower, zahlt dem Konkursverwalter 7,2 Milliarden Dollar zurück. Geld, das die Picower dank des Schneeball-Systems von Bernard Madoff über die Jahre «verdient» hatten. Damit beträgt die Gesamtsumme, welche der Konkursverwalter Irving Picard bisher zusammenbringen konnte, gut 10 Milliarden Dollar. Darunter sind auch die 500 Millionen Franken, welche die Genfer Union Bancaire Privée locker machte, um unter die ganze Affäre einen Schlussstrich zu ziehen. «Wall Street Journal», 19. Dezember

DAS BESTE IM WEB

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  • Die teuerste Bank-Aktie der Welt
  • General Electric: Bloss weg mit dem Finanzgeschäft
  • Wer an der Wall Street jetzt noch Banker einstellt
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  • Wo Wolfgang Schäuble jetzt zur Jagd bläst
  • Wenn die Bank bei Krediten noch draufzahlt
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NEWS GANZ KURZ

Altin

Die an der Schweizer Börse SIX und in London kotierte Zuger Hedge-Fund-Spezialistin ist laut eigenen Angaben gut ins 2015 gestartet. Der beste Beitrag an das Quartal kam von einem Sicherungsfonds, derweil der steigende Frankenkurs gewissen Fonds eine Negativrendite bescherte.

Pensionskassen

Trotz des Frankenschocks erreichte die Rendite auf dem Schweizer Vorsorge-Vermögen im ersten Quartal 2015 einen neuen Höchststand. Dies zeigt der einschlägige Pensionskassen Index der Grossbank Credit Suisse. Demnach erwirtschafteten die Pensionskassen rund 1 Prozent mehr, als es für die Deckung ihrer Verpflichtungen notwendig ist.

Notenstein

Die Notenstein Privatbank hat mit dem italienischen Spezialisten Azimut eine Kooperation im Bereich Hybridanleihen-Fonds vereinbart. Zusammen lancieren sie einen Hybridanleihenfonds – gemäss den Angaben ist es der erste seiner Art in Europa.

Privatbankiers

Der neue Präsident der Vereinigung Schweizerischer Privatbanken heisst Yves Mirabaud. Er ist Senior-Partner der gleichnamigen Bank in Genf. Er löst Christoph B. Gloor ab – er ist einer der insgesamt sechs geschäftsführenden Teilhaber der Basler Bank La Roche; unlängst wurde bekannt, dass das Institut von der Notenstein Privatbank übernommen wird.

Hypothekarbank Lenzburg

Die Sallfort Privatbank hat als neue IT-Plattform die von der Hypothekarbank Lenzburg entwickelte Finstar-Applikation gewählt. Das Aargauer Institut übernimmt von der Privatbank auch die Prozessabwicklung im Bereich Zahlen, Anlegen und Finanzieren.

Basler Kantonalbank

Die Basler Kantonalbank führt vier neue Bankpakete ein, welche sämtliche Basisdienstleistungen zu einem Fixpreis beinhalten. Bereits im Herbst lancierte die Bank drei Beratungspakete für Anlagekunden.

Moneyland

Der Finanzvergleichsdienst lanciert einen Frage- und Antwortdienst für Finanzfragen. Der sogenannte «Moneyguru» beantwortet per SMS oder E-Mail kostenlos alle möglichen Fragen und schickt auch Links zu den kostengünstigsten und besten Angeboten. Nutzern soll so die zeitaufwendige eigene Suche nach den passendsten Angeboten abgenommen werden.

Bank Coop

Der bestehende Verwaltungsrat der Bank Coop wurde an der Generalversammlung vom 13. April bestätigt. Neu in das Gremium gewählt wurden Reto Conrad, Sebastian Frehner, Jacqueline Henn Overbeck und Prof. Christian Wunderlin. Sie ersetzen Irene Kaufmann, Markus Lehmann und Hans Peter Kunz.

Valartis

Die Valartis-Gruppe verschiebt ihre für den 14. April 2015 angesetzte Bilanzmedienkonferenz um zwei Wochen auf den 28. April. Das Unternehmen begründet die Verschiebung mit der neuen Gruppenstruktur nach dem Verkauf der Valartis Bank Schweiz im vergangenen Jahr. Auch die für den 13. Mai vorgesehene Generalversammlung wird verschoben, sie soll nun am 2. Juni stattfinden.

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