«Der Dollar hat schon 95 Prozent seines Werts verloren»

Marc Faber sagt das Ende des Kapitalismus voraus: Zuerst kommt die Inflation, dann verarmen wir, schliesslich kriegen wir einen Krieg. Wie legt er sein Geld an?

Der weit herum als Weltuntergangsexperte bekannte Schweizer Marc Faber glaubt nicht, dass die Politik die Schulden- und Währungs- und Bankenkrise bewältigen kann.

Dies, weil sie Symptome und nicht die Ursachen- und Überschuldung aller Sektoren der Wirtschaft bekämpfe.

Das Ende des Kapitalismus

Der Mr. Doom sagte daher in der US-TV-Sendung «Tech-Ticker» voraus, dass sich «mit grösster Wahrscheinlichkeit» der Lebensstandard der Europäer und Nordamerikaner verschlechtern werde (hier auch der Eintrag im «Marc Faber Blog»)

Todesengel Inflation

Die Verarmung und schliesslich der Kollaps des Kapitalismus sei deshalb unausweichlich, weil die Gelddrucker – allen voran beim Fed – die Zinsen langfristig unter das Niveau der Preissteigerung drücken würden.

Das Ergebnis: Inflation. «Der Dollar hat schon 95 Prozent seines Werts verloren, seit der Gründung der Federal Reserve», erläurterte der «Mr. Doom» den ungläubigen TV-Moderatoren.

Doch die Zentralbanken würden aus Mangel an Alternativen die Notenpressen weiter auf Hochtouren laufen lassen, damit das System nicht kollabiere.

Eine neue Währung lässt uns verarmen

Die Beschäftigung werde sich aber gerade in den USA – trotz aller Bemühungen der Regierungen – kaum verbessern.

In letzter Konsequenz müssten die Währungen getauscht werden. Die Menschen würden enteignet. Mit grosser Wahrscheinlichkeit käme es zu Kriegen, mit denen die Regierungen ihre Bürger vom wahren Dilemma abzulenken versuchen würden.

Wie schützt sich Faber selber vor der Verarmung?

Die Märkte würden immer schwankungsanfälliger: «Bei Nullzinsen zwingen Sie die Leute zum Spekulieren – entweder in Aktien, Obligationen, Währungen, Immobilien oder in Kunst» wird Faber in der Scorecard-Beilage der NZZ vom Freitag zitiert.  

Faber legt derzeit mehr Geld in Asien an, wo die meisten Gesellschaften von Familien dominiert würden. «Diese grossen Aktionäre schauen, dass das Geschäft relativ konservtiv geführt wird.»

Faber hat das Vertrauen in die westlichen Grosskonzerne, wo Manager mit dem Geld anderer Leute spielen, verloren. 

Gut könnten Kleinanleger dagegen laut ihm auch mit ausgewählten Nebenwerten fahren, deren Kurse nicht vom Machine-Trading beeinträchtigt würden. 

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NEWS GANZ KURZ

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

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