Kein Nouveaux Bordeaux mehr für Neureiche

Chateau Latour steigt aus dem «En Primeur»-Handel aus. Offiziell, weil sein Wein zu oft zu jung getrunken würde. Wohl auch, weil seine Preise nur stiegen.

chateau_Latour«Von der 2012-er Ernte an, werden wir unsere Weine erst dann auf den Markt bringen, wenn sie trinkbereit sind», sagte Frederic Engerer, Direktor des berühmten Chateau Latour, diese Woche vor Journalisten. «Leider werden unsere Weine allzu oft zu jung getrunken. Dabei halten sie sehr lange und es gibt keinen Grund, sie zu früh zu öffnen.»

Engerer kündigte vor Journalisten an, dass sich sein Chateau aus dem «En Primeur»-Handel zurück ziehen und seinen Bordeaux selber bis zur Trinkreife in seinen Gewölben lagern werde.

Die Horrorvorstellung der Bordeaux-Macher

Im «En Primeur»-System konnten Weinliebhaber und Spekulanten Bordaux-Weine bereits wenige Monate nach der Traubenlese erstehen, wenn er noch in den Fässern lagerte.

Die Vorstellung, dass ein reicher Weinkäufer in Hongkong einen Chateau Latour Jahrgang 2009 zu seinen Reisnudeln zecht, sei für den Bordeaux-Kenner schlicht unerträglich, berichtete diese Woche das «Wall Street Journal».

Grösserer Preisanstieg in der Flasche

Doch die Finanzzeitung wittert auch einen profaneren Grund hinter dem Rückzug des berühmten Weinproduzenten vom Wein-Future-Markt: Neureiche Asiaten geben für die berühmten Bordeaux-Weine Unsummen aus. Diesen Geldsegen möchte der Latour-Schlossherr in die eigene Kasse lenken, anstatt ihn den Spekulanten zu überlassen, vermutet das WSJ.

Die Finanzpolster des weltberühmten Weinguts sind nach der Preis-Hausse der letzten Jahre dick genug. Es ist nicht mehr auf das schnelle Geld angewiesen.

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