UBS: Mehr Lohn statt grossem Bonus

Die UBS schafft neue Reize, um ihr Kader bei der Bank zu halten. Anstelle von hohen Boni soll nun wesentlich mehr Fixlohn gezahlt werden.

Die UBS hat mit Personalsorgen zu kämpfen. In England und den USA laufen ihr die guten Leute zu Dutzenden davon. Diesem Trend gibt die Bank nun mit grosszügigen Lohnerhöhungen Gegensteuer.

Gegenüber «Sonntag» rechtfertigte UBS-Pressesprecher Andreas Kern diese Massnahme: «Es hat bei der UBS Investment Bank ausserordentliche Lohnerhöhungen gegeben, um gute Mitarbeiter bei der Bank zu halten. Löhne werden auch in anderen Branchen angepasst, wenn es darum geht, Wissen zu erhalten und das Kundengeschäft in schwierigen Zeiten zu schützen.»

Dass die UBS Spitzenkader in Massen verliert, bestätigen sowohl Finma-Chef Eugen Haltiner als auch UBS-Präsident Kaspar Villiger. Letzerer sagte im Interview mit der «Berner Zeitung»: «Wir stellen fest, dass wir in wichtigen Bereichen systematisch Leute verlieren, die wir brauchen.» Daher wurden die Lohnerhöhungen angeblich von der Aufsichtsbehörde bereits abgesegnet.

Das richtige Rezept?

Ob nun drastische Lohnerhöhungen das richtige Rezept gegen die laufende Personalflucht sind, bleibt fraglich. Denn die Salärerhöhungen finden just in jenem Bereich statt, der noch im Vorjahr für die riesigen Verluste der Bank verantwortlich war. Offen ist auch, was mit den hohen Löhnen passiert, wenn die Bank wieder Gewinn schreibt. Werden dann die Boni an die neuen, höheren Saläre angepasst?

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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