Mobile Zahlungen: Sind Banken die Verlierer?

Das Rennen in der Sparte mobile Zahlungen läuft. Den Schweizer Banken drohen Marktanteilsverluste. Die Beratungsfirma BearingPoint liefert ein Analyse.


Seit Jahren sind mobile Zahlungen, das heisst das Bezahlung mit mobilen Endgeräten per Nahbereichskommunikation oder durch das Einscannen von Codes in aller Leute Munde.

Dennoch konnten sich entsprechende technische Innovationen lange Zeit nicht auf breiter Basis durchsetzen. Deshalb ist das Bezahlverhalten der Kunden bislang nahezu unverändert geblieben. Das schreibt das in 15 Ländern tätige Beratungsunternehmen BearingPoint in einer Medienmitteilung.

Banken droht Konkurrenz

In den letzten Jahren sind jedoch alternative Anbieter für mobile Zahlungen entstanden, deren Geschäftsmodell stärker auf der Nutzung innovativer Technologien beruht. Diese Marktteilnehmer stehen in den Startlöchern, um den Banken, die traditionell stark im Zahlungsverkehrsgeschäft sind, Marktanteile abzujagen.

Das aktuelle BearingPoint White Paper zeigt auf, dass der Markt für Mobile Payments sowohl über eine beachtliche Grösse als auch über Wachstumspotential verfügt. Zudem sind die Endverbraucher grundsätzlich gewillt, neue Technologien einzusetzen und mobil Zahlungen durchzuführen.

Das Rennen läuft

Wer wird in diesem Rennen gewinnen? Banken, Nicht-Banken oder Kooperationen? Der Kuchen ist gemäss der Analyse von BearingPoint noch nicht aufgeteilt. Den Sieger des Rennens, das uns von den Münzen und Plastikkarten in unseren Geldbeuteln befreit, gilt es folglich noch zu definieren.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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