Julius Bär wird aufgespalten

Die Julius Bär Holding teilt das Private Banking und das Asset Management von Julius Bär in zwei unabhängige Unternehmenseinheiten auf.

 

Beide Firmen sollen einzeln an der SIX Swiss Exchange kotiert werden. Die Julius Bär Gruppe AG wird sich auf Private Banking-Dienstleistungen fokussieren, während die GAM Holding AG ausschliesslich auf aktives Asset Management konzentriert sein wird.

Dieser Schritt werde die strategische Flexibilität der beiden Unternehmen wesentlich erweitern und ihre externe Wahrnehmung erhöhen, teilte die Zürcher Traditionsbank am Mittwoch weiter mit. Die Transaktion, die der Zustimmung durch Aktionäre und Aufsichtsbehörden bedarf, wird voraussichtlich im dritten Quartal 2009 abgeschlossen.

Während die Julius Bär Gruppe AG zur klassischen Vermögensverwaltungsbank (zurück) mutiert, werden unter der GAM Holding AG künftig die Geschäftsbereiche GAM, Artio Global und Julius Bär Asset Management Europa zusammengefasst.

Interessenskonflikte vermeiden

Die Trennung zielt klar darauf ab, möglichst viele Interessenskonflikte zu vermeiden, die in den letzten Jahren durch die Kombination von Vermögensverwaltung und der Lancierung von Finanzprodukten entstanden waren. Raymond J. Bär sagte am Mittwoch denn auch, dass die Verbindung von Private Banking und Asset Management vor einigen Jahren noch ihre Berechtigung gehabt habe, dies nun aber nicht mehr opportun sei. Nicht zuletzt durch die sich abzeichnenden Veränderungen beim Bankgeheimnis will die Bank Julius Bär künftig wieder unmissverständlich eine Adresse für vermögende Privatkunden sein.

Börsengang im 3. Quartal im Visier

Als unabhängiges Unternehmen werde GAM wiederum die Entwicklung seiner internationalen institutionellen und US-amerikanischen Vertriebskanäle beschleunigen, liess die Bär-Gruppe weiter verlauten. Die Absicht, Artio Global über einen Börsengang noch im Jahr 2009 dem Publikum zu öffnen, bleibe unverändert, sei jedoch abhängig von den Marktbedingungen. Als Zieltermin wurde das 3. Quartal 2009 genannt.

Weitere Informationen zur heutigen Mitteilung auf diesem Link.

 

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Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

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Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

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Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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