Libor-Affäre: Mehr als 30 UBS-Banker involviert

Die Libor-Affäre geht diese Woche in eine neue Runde. Gleich mehrere Dutzend Banker und Manager der Grossbank sollen in der Äffare verwickelt sein.

Obwohl offizielle Bestätigungen bislang fehlen, wird es als fast bombensicher angesehen, dass die UBS in den laufenden Ermittlungen wegen Manipulationen des Interbankenzinssatzes eine Einigung anstrebt. Eine Ankündigung wird für morgen Mittwoch erwartet, schreibt die Nachrichtenagentur «Bloomberg».

In Zeitungsberichten war letzte Woche durchgesickert, dass sich die Höhe der Geldstrafe auf rund 1,6 Milliarden Dollar belaufen soll. Diese Strafe, welche die UBS an Aufsichtsbehörden in Grossbritannien (Financial Services Authority), in den USA (Commodity Futures Trading Commission, Departement of Justice) und in der Schweiz (Finma) zu bezahlen hätte, wäre die höchste bisher geleistete Strafe der Grossbank.

Juristisches Nachspiel droht

Es ist nicht klar, wie viele UBS-Banker in der Strafanzeige und in der laufenden Vereinbarung erfasst wurden. Aber es soll Beweise geben, dass eine mehrjährige systematische und internationale Manipulation des Yen-Libor-Zinssatzes stattgefunden hatte. Gemäss der Darstellung der britischen Tageszeitung «The Telegraph» sollen mindestens 30 Banker und Manager der UBS darin verwickelt sein.

Bereits letzte Woche hatte die Londoner Polizei drei Händler, darunter den früheren UBS-Händler Thomas Hayes, verhaftet.

Identitäten der Verhafteten bekannt

Hayes, der im Jahr 2010 von Citigroup entlassen worden war, wird verdächtigt, in der Manipulation des Libor-Satzes involviert gewesen zu sein. Er ist einer von drei in London verhafteten Personen.

Bei den beiden anderen Verhafteten soll es sich um Terry Farr und Jim Gilmour, beides Mitarbeiter des britischen Inter-Dealer-Brokers RP Martin, handeln.

RBS akzeptiert

Auch die britische Grossbank Royal Bank of Scotland (RBS) steht einem Zeitungsbericht zufolge vor einer Einigung mit den Behörden. Der teilverstaatlichten Bank drohe eine Strafe von mehr als 350 Millionen Pfund, berichtete die «Sunday Times».

 

 

 

 

 

 

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