Morgan Stanley behält Altersvorsorge ein

Für zwei Stunden ist das Leben eines inzwischen gefeuerten Investmentbankers aus den Bahnen geraten. Die Bank verzeiht ihm seine Fehltritte nicht.

JENNINGS2Obwohl die US-Staatsanwaltschaft die Vorwürfe gegen William Bryan Jennings, den früheren US-Chef für das Anleihen-Geschäft bei Morgan Stanley fallen gelassen hatte, kennt die Bank Morgan Stanley kein Pardon.

Dem 46-jährigen Starbanker war vorgeworfen worden, kurz vor Weihnachten 2011 einen Taxifahrer mit einem Messer angegriffen und ihn rassistisch beschimpft zu haben. Jennings, der die ganze Karriere – knapp 20 Jahre – bei Morgan Stanley verbrachte, wurde Anfang Oktober vom Dienst freigestellt.

Streit um «deferred compensation»

Die Beweggründe wurden ihm offenbar in einem kurzen nicht sehr detaillierten Brief dargelegt. Nun berichtet das «Wall Street Journal», dass Mitarbeiter der Grossbank den Grund durchsickern liessen: «Er hatte den 22-seitigen Verhaltenskodex klar verletzt.»

Die Taxifahrt kommt dem als umgänglich bekannten Familienvater nun auch noch teuer zu stehen. Denn er soll mit der Grossbank um seine betriebliche Pensionszusage im Umfang von 5 Millionen Dollar ringen. Vertreter von Morgan Stanley glauben nicht, dass die Bank ihm noch etwas schulde.

Banker sieht sich als Opfer

Dabei weisen sie auf die Rückforderungsbestimmungen von Morgan Stanley hin. Diese besagen, dass die Bank Bezahlungen beschlagnahmen oder verweigern könne, wenn jemand der Bank schade.

«Das Problem dreht sich nicht um Mr. Jennings Verhalten», wird ein Anwalt des ehemaligen Bankers zitiert. Das Problem sei Morgan Stanley. Denn sein Mandant sei nach einem Streit um die Taxi-Rechnung von 200 Dollar gegen seinen Willen vom Taxi-Fahrer festgehalten worden und habe um sein Leben gefürchtet. 

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NEWS GANZ KURZ

Saxo Bank

Antonio Ferrante, der Chef der Saxo Bank Schweiz, ist zurückgetreten. Interimistisch übernimmt Patrick Hunger seinen Posten. Ferrante war nur wenig länger als zwei Jahre Chef des Online-Trading-Hauses. Er kam Anfang 2014 von der Credit Suisse für Søren Mose, der Saxo zusammen mit COO Ian Keates und Finanzchef Martin Beinhoff abrupt verlassen hatte.

Aargauische Kantonalbank

Das Staatsinstitut muss dem Kanton Aargau aus dem Rekordgewinn von 2015 mehr Geld abliefern. In die Staatskasse fliessen gemäss Beschluss des Eigners 91 Millionen Franken. Das sind 16 Millionen Franken mehr, als die Bank vorgeschlagen hat.

Fonds-Daten

Nach zweijähriger Zusammenarbeit haben sich zwei Dutzend Finanzinstitute angeführt von UBS, Credit Suisse und Julius Bär in Kooperation mit der Firma Fundinfo auf die Veröffentlichung des «openfunds-Standards». Die Initiative definiert häufig verwendete Fonds-Datenfelder. Jedes der 200 einzelnen Felder wird für die Datenübertragung spezifiziert und mit einem Identifier versehen.

SIX

Die Netzwerkprobleme der SIX sind nun vollständig behoben. Die Ursachen seien identifiziert. Die Systeme würden seit Mittwoch wieder stabil und ohne weitere Unterbrüche laufen. Die SIX hatte während über zwei Tagen mit grossen Netzwerkstörungen gekämpft, insbesondere der Zahlungsverkehr war betroffen gewesen.

Fondsmarkt

Das Vermögen der in der Statistik von Swiss Fund Data und Morningstar erfassten Anlagefonds erreichte im Mai 2016 rund 894 Milliarden Franken. Dies entspricht im Vergleich zum Vormonat einer Zunahme von knapp 20 Milliarden Franken oder 2,2 Prozent. Die Nettomittel-Zzuflüsse betrugen rund 340 Millionen Franken.

Postfinance

Die Postbank beteiligt sich am Kölner Fintech-Startup Moneymeets. Dieses betreibt eine Online-Plattform in den Bereichen Multibanking, Personal Finance Management und Versicherungen. Angestrebt ist ein Wissenstransfer, der Postfinance den Vorstoss in neue Geschäftsfelder ermöglichen soll.

Credit Suisse

Die Credit Suisse hat zum dritten Mal ihre Studie zum Finanzplatz Schweiz veröffentlich. Darin legt die Bank die Entwicklungen der letzten zwei Jahre dar, vergleicht die Positionierung internationaler Finanzplätze und geht auf Trends ein. Ausserdem sind in der Studie Faktoren für den zukünftigen Erfolg des Finanzplatzes definiert und es werden Handlungsempfehlungen sowohl für Marktteilnehmer als auch für Politik und Regulatoren gegeben.

Thurgauer Kantonalbank

Das Wahlprozedere für den Bankrat der Thurgauer Kantonalbank ist bestätigt worden. Der Thurgauer Grosse Rat hat eine parlamentarische Initiative von drei SVP-Kantonsräten abgelehnt: Darin wurde verlangt, dass künftig das Parlament neue Mitglieder für den Bankrat vorschlagen kann - und nicht mehr die Regierung.

Banken-Rating

Die Ratingagentur Fitch hat das Langfristrating für die UBS auf «A+» von bisher «A» erhöht. Die Erhöhung der Langfristratings für UBS AG und UBS Schweiz reflektiere die Kapitalposition der Gruppe. Die Gruppe sei damit in der Lage, die vorrangigen Verpflichtungen auch im Liquidationsfall zu decken. Das Langfristrating für die Credit Suisse bleibt bei «A».

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