Arecon verstärkt sich mit UBS-Kadermann

Der Vermögensverwalter Arecon hat den bisherigen Leiter des UBS Wealth Management Research Europe engagiert, wie Recherchen von finews.ch ergaben.

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Der 48-jährige Sandro Merino (Bild) hat seine Tätigkeit bei der in Zürich ansässigen Firma Arecon per Anfang 2013 aufgenommen. Er trägt fortan die Verantwortung für das Portfolio Management der Fixed-Income-Produkte.

Ausserdem gestaltet er als stellvertretender Chief Investment Officer (CIO) zusammen mit Gründungspartner Christoph Bianchet die Anlagestrategie von Arecon.

Promovierter Mathematiker

Sandro_Merino_qMerino ist in der hiesigen Finanzbranche weitum bekannt, arbeitete er doch in den letzten 13 Jahren in verschiedenen Führungsfunktionen bei der UBS. So führte er von 2003 bis 2006 das UBS Wealth Management Research in den Bereichen Aktien und Obligationen.

Von 2006 bis Ende 2012 war er Leiter des UBS Wealth Management Research Europe. Merino studierte Physik und promovierte in Mathematik an der Universität Zürich. In der Folge war er Empfänger eines Forschungsstipendiums für angewandte Mathematik an den Universitäten von Edinburgh, Glasgow und Oxford. Seinen Wechsel vom Grosskonzern UBS zum kleinen Vermögensverwalter betrachtet Merino als unternehmerische Herausforderung, die er seit langem gehegt habe, wie er gegenüber finews.ch erklärt.

Rückbesinnung auf Schweizer Tugenden

Ausserdem reize ihn die Teamarbeit in einem kleineren, aber hoch qualifizierten Team. Die Überwindung der Bankenkrise in der Schweiz werde nämlich nicht allein durch ein Wiedererstarken der beiden Giganten UBS und Credit Suisse gemeistert, stellt Merino fest.

Die Krise sei vielmehr eine Chance für eine generelle Rückbesinnung auf Schweizer Tugenden wie Integrität, Kundenfokus, Bescheidenheit und Innovationen für den Kunden.

Grossbanken unter die Räder geraten

«Diese Werte sind beim Abenteuer der Schweizer Grossbanken in der Liga der angelsächsisch geprägten Finanzgiganten arg unter die Räder geraten», sagt Merino und sieht vor diesem Hintergrund enorme Chancen für kleinere, spezialisierte Asset Manager, welche mit ihrer unternehmerischen Leistung erheblich zur Bewältigung der aktuellen Krise beitragen können.

Arecon ist ein unabhängiger Asset Manager, der im Jahr 2007 von Anlagespezialisten der Winterthur-Versicherung gegründet wurde und auf Absolut-Return-Lösungen spezialisiert ist.

Institutionelle Anleger im Fokus

Aktuell verwaltet das Unternehmen mit einem Dutzend Mitarbeitern zwei Milliarden Franken in Form von Mandaten für Pensionskassen, Privatbanken, Family Offices, unabhängige Vermögensverwalter, Stiftungen und Anlagefonds.

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NEWS GANZ KURZ

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

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