Was Eurozone und China gemeinsam haben

Heisslaufende Wirtschaft versus Rezession – eigentlich haben die Währungunion und die Volksrepublik nicht viel gemein. Nicht ganz richtig, findet UBS-Präsident Axel Weber.

Um minus 0,4 Prozent dürfte es mit der Wirtschaft der Eurozone gemäss den Erwartungen der UBS 2012 bergab gegangen sein. Und auch für 2013 erwarten die Ökonomen der Grossbank allerhöchstens ein Mini-Wachstum von 0,1 Prozent.

Dagegen die Volksrepublik. Dort dürfte es laut den Erwartungen im vergangenen Jahr um 7,6 Prozent nach oben gegangen sein, 2013 dürften es 8 Prozent sein.

Und dennoch wagt Axel Weber den Vergleich: «Im Grunde müssen beide für eine Stabilisierung ihrer Wirtschaft sorgen, bei beiden sind mutige politische Entscheidungen fällig», betont der UBS-Präsident anlässlich der «Greater China Conference» der UBS in Schanghai in dieser Woche.

Keine Hauruck-Lösungen

Die Eurozone habe in dieser Sache bisher allerdings eher versagt. Sie hätten in Sachen Reformen und Eurokrise eher eine Dose die Strasse heruntergekickt, «they kicked a can down the road», als nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Doch man müsse realisieren, dass es hier keine Hauruck-Lösungen gebe.

Zwar hätten die Massnahmen der europäischen Zentralbank immer kurzfristig geholfen, um die Märkte zu beruhigen, doch nachhaltig sei das ganze nicht. «Wenn man etwas positives findet, dann bisher nur, dass sie die Dose nicht ganz von der Strasse gekickt haben», so Weber.

Und: Immerhin zeige sich die Eurozone mit ihren Führungskräften momentan noch fähiger als zum Beispiel die USA.

Schritt für Schritt

Doch grundsätzlich brauche es Stabilität. Und die komme erst, wenn man Schritt für Schritt vorgehe. Eine Bankenunion von einem Moment auf den anderen wäre gemäss Weber daher ein Fehler und würde zu noch mehr Instabilität führen. So lange es wirtschaftlich noch ein derartiges Ungleichgewicht gebe, müsse man die Annäherung anders angehen.

Chinas Probleme finden sich zwar an einem anderen Ende der Skala, doch auch hier seien statt kurzfristiger Massnahmen, um die Wirtschaft zu schützen, langfristige Anpassungen gefragt.

Wichtiger Handelspartner

Lange Zeit habe das Land unglaublichen Wachstum verzeichnet. «Nun bewegen wir uns immer weiter auf den Punkt zu, an dem Faktoren, die das chinesische Wachstum beeinflussen, Anpassungen nötig haben», so der UBS-Präsident.

So seien etwa stützende Massnahmen der Regierung gefragt, was den chinesischen Konsum angeht. Denn immerhin sei China auch als Abnehmer von Exporten aus dem Westen ein wichtiger Handelspartner.

Sehen Sie Webers Rede hier an.

 

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DOSSIER BANKEN

Dossier Banken

Dossier UBS Dossier Credit Suisse Dossier Bank Vontobel Dossier Julius Bär Dossier Zürcher Kantonalbank

Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

 

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Egotrips lohnen sich nicht
  • Gegentrend: Amerikaner lieben Bank-Filialen
  • Goldman Sachs entdeckt den Normalo
  • Die Ära der Globalisierung steht vor dem Ende
  • Freundin auf Spesen nach Paris geflogen – gegroundet
  • Aufsichtsbehörde verbietet erstmals Finanzprodukt
  • Crowdfunding: Was die Schweiz zu bieten hat
mehr

Follow us

Follow finews.ch on Twitter Follow finews.ch on Facebook Follow finews.ch on Google+ Follow finews.ch on LinkedIn Follow finews.ch on Xing Follow finews.ch on Youtube Follow finews.ch on Instagram

Zürcher Bankenverband

Führende Vertreter der Schweizer Finanzbranche zum Thema Regulierung.

Beiträge lesen

Lohnvergleich

Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Vergleichen Sie doch mal Ihren Lohn.

zum Lohnvergleich

Newsletter

Newsletter-SymbolKostenlos abonnieren

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten kostenlos 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

SELECTION

Wie Sie eine Kündigung richtig verarbeiten

Wie Sie eine Kündigung richtig verarbeiten

So reagiert man perfekt, wenn man plötzlich den blauen Brief kriegt.

Selection

Warum ein CFA mehr bringt als ein MBA

Warum ein CFA mehr bringt als ein MBA

Ehrgeizige Banker haben die Qual der Wahl bei der Weiterbildung.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Valartis

Die liechtensteinische Finanzaufsicht und die Börse Hongkong haben den Verkauf ihrer Liechtensteiner Tochter der Valartis Gruppe an die Citychamp Watch & Jewellery Group genehmigt hat. Die Transaktion soll im dritten Quartal 2016 abgeschlossen werden.

Swiss Life

Der Zürcher Heimatschutz (ZVH) gibt beim Warenhaus Manor auf. Er akzeptiert den Entscheid des Verwaltungsgerichts, dass das Manor-Gebäude an der Zürcher Bahnhofstrasse kein Warenhaus bleiben muss. Die Eigentümerin der Liegenschaft, die Swiss Life, will das traditionsreiche Gebäude umbauen und umnutzen.

WIR Bank

Die Genossenschaft-Bank hat den Halbjahresgewinn um 115 Prozent auf 17,2 Millionen Franken gesteigert. Zwar wurde das Ergebnis auch durch den Verkauf von nicht benötigten Immobilien begünstigt, doch auch ohne diesen ausserordentlichen Ertrag lag das Gewinnwachstum bei 44 Prozent.

Luzerner Kantonalbank

Die Luzerner Kantonalbank begibt eine 0,1-Prozent-Anleihe über 375 Millionen Franken. Die Laufzeit beträgt fünfzehn Jahre. Zeichnungsschluss ist der 12. September, die Liberierung erfolgt auf den 15. September 2016.

Allianz Suisse

Der Sachversicherer hat im ersten Halbjahr das Prämienvolumen um 1,9 Prozent auf rund 1,37 Milliarden Franken erhöht. Der Halbjahres-Gewinn kletterte um 12,2 Prozent auf 142 Millionen Franken. Damit setzt Allianz Suisse den positiven Trend fort.

Zürcher Kantonalbank

investiere.ch, die Schweizer Investitionsplattform für Startups, hat eine Finanzierungsrunde über 3,5 Millionen Franken abgeschlossen. Die Zürcher Kantonalbank hat sich dabei substanziell an der Kapital-Erhöhung beteiligt und ist neu Minderheitsaktionärin von investiere.ch.

Swiss Life

Corpus Sireo, eine Tochter-Gesellschaft der Swiss Life Asset Managers, kauft die Firmensitze der Zurich Deutschland in Köln und Bonn. Über den Kaufpreis haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart. Was Corpus Sireo mit den Objekten vor hat, ist noch Gegenstand von Verhandlungen mit den Behörden.

Bernerland Bank

Die Regionalbank hat im ersten Halbjahr 2016 den Reingewinn um 6 Prozent auf gut 2 Millionen Franken steigern können. Der Zinserfolg nahm um 1 Prozent auf 10,2 Millionen Franken zu. Trotz des anhaltend schwierigen Zinsumfelds erwartet die Bank für das Geschäftsjahr 2016 einen Reingewinn auf Vorjahreshöhe.

Zürcher Landbank

Die Zürcher Landbank hat im ersten Semester 2016 den Gewinn auf über 1 Million Franken gesteigert. Dies ist ein Folge des höheren Zinserfolges, der um 2,5 Prozent auf 4 Millionen Franken stieg. Die übrigen Erfolgspositionen sowie der Aufwand blieben stabil.

weitere News