Betreibt Goldman Sachs Etikettenschwindel?

Die Wall-Street-Bank hat den Eigenhandel abgeschafft. Ihre riesigen Handelsvolumen gehen aber nicht allein auf Kundenorder zurück, mutmasst ein Marktbeobachter.  

Goldman Sachs hat mit ihren Zahlen für das vierte Quartal 2012 alle überrascht. Der Konsens der Bankanalysten für den Gewinn pro Aktie lag bei 3,78 Dollar. Tatsächlich weist die Wallstreet-Bank 5.60 Dollar aus.

Manch einer wundert sich über die grossen Handelserlöse beim legenderen Börsenhaus, versichert man doch dort, den einst so lukrativen Eigenhandel wie andere Investmentbanken aufgegeben zu haben. 

Neue Abteilungen für «Customer Facilitation» und «Principal Transactions»

Ein Kommentator des Fernsehsenders «CNBC»moniert nun, das legendäre Finanzhaus, den Eigenhandels-Aktivitäten im aktuellen Geschäftsbericht einfach eine andere Etikette verpasst habe.

Die Bezeichnungen «Market Making» und «Customer Facilitation», mutmasst der Kommentator des TV-Senders, könnten den Handel auf eigene Rechnung nur kaschieren. Sie bündeln riesige Handelsvolumen, die Goldman wohl bei weitem nicht nur im Auftrag ihrer Kunden abwickle.

Ahnt man bei Goldman Kundenwünsche voraus?

Die Bank handle also in Vorausahnung der künftigen Kundenwünsche, folgert der «CNBC»-Kommentator. Sie handle nur deshalb zunächst auf eigene Rechnung, um ihre Kunden hernach aus eigenen Beständen besser bedienen zu können.

Die Abteilung «Principal Transactions» betreibt bekanntermassen mit Goldman-eigenem Geld Langzeitinvestments, die wegen der langen Haltedauer nicht unter die Gesetze für den Eigenhandel fallen.

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Avaloq

Das Schweizer Softwareunternehmen ist von den «IBS Sales League Tables» das dritte Jahr in Folge als meistverkaufte Private-Banking-Lösung bewertet worden. IBS ist ein führendes Fachmagazin über Software.

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Die zur Helvetia-Gruppe gehörende Nationale Suisse hat das Reiseversicherungsportfolio der belgischen Tochtergesellschaft L'Européenne an Mapfre Asistencia verkauft. Damit sei der angekündigte Rückzug aus dem Direktversicherungsmarkt in Belgien abgeschlossen.

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Die Grossbank plant für das zweite Quartal 2015 eine Kapitalerhöhung für ihren Immobilienfonds CS Real Estate Fund Interswiss. Der Fonds verwaltet hierzulande über 2 Milliarden an Vermögen und investiert vorab in Geschäftsiliegenschaften und Bauprojekte.

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Der Asset Manager GAM hat die Grundsätze für verantwortungsbewusstes Investieren (Principles for Responsible Investment, PRI), die von den Vereinten Nationen unterstützt werden, unterzeichnet.

HSBC

Die Justizbehörden in Venezuela verlangen von der britischen HSBC-Bank eine Liste mit Namen von Staatsbeamten, die ein Konto mit der Schweizer-Tochterfiliale in Genf unterhielten. Die Rede ist von mehreren Milliarden Dollar.

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Das britische Finanzinstitut hat 2014 einen Verlust von 3,5 Milliarden Pfund erlitten. Grund waren Abschreiber und Rückstellungen für Rechtsfälle. Die RBS kündigte eine massive Schrumpfung ihrer Investmentbank an und will sich aus 25 Märkten zurückziehen. Zum Verkaufsprozess von Coutts International machte RBS keine näheren Angaben.

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