Wie Social Media den Insider-Handel änderte

Die Social Media sind eine Grauzone zwischen Vertraulichem und Öffentlichkeit und wie geschaffen für das Ausnutzen von Informationsvorsprüngen, zeigt eine Studie.

Der Insiderhandel sei fast «demokratisch geworden», so die Autoren der Beratungsfirma Montieth & Co. Das auf Kommunikation spezialisierte Institut hat sich mit der Auswirkung von Social Media auf den verbotenen Handel mit vertraulichen Firmeninformationen auseinandergesetzt.

Es gibt nicht mehr den einen grossen Betrüger, der alle Fäden zieht, so die Studie gemäss «Wall Street Journal». Die zunehmende Vernetzung über Social-Media-Kanäle führe dazu, dass es ein grosses Netzwerk an Akteuren gibt, die über die neuen Medien Informationen austauschen.

Kreis erweitert

Auch habe sich der Kreis dieser White-Collar-Kriminellen geweitet. Immer mehr Firmen, Funds und spezialisierte Netzwerke würden sich daran beteiligen. Die Studie untersuchte die 76 Händler, denen seit August 2009 von Staatsanwalt Preet Bharara der Prozess gemacht wurde.

Mehr als die Hälfte von ihnen sei zwischen 31 und 40 Jahre alt, also in dem Alter, in dem Social Networks bereits fester Bestandteil des Berufslebens sind.

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NEWS GANZ KURZ

Credit Suisse

Laut Medienberichten will die Schweizer Grossbank ihren Anteil an einem chinesischen Brokerage-Gemeinschaftsunternehmen ausweiten. Demnach würde die Credit Suisse ihre Beteiligung an der lokalen Firma Credit Suisse Founder Securities von 33 auf 49 Prozent steigern; weder das Institut noch die chinesische Partnerin Founder Securities bestätigten die Spekulationen.

Investis

Die Westschweizer Immobiliengruppe Investis hat für den Börsengang am Donnerstag an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange den Angebotspreis bei 53 Franken pro Aktie festgelegt. Die Gruppe erwartet somit ein Erlös von 148 Millionen Franken.

Saxo Bank

Antonio Ferrante, der Chef der Saxo Bank Schweiz, ist zurückgetreten. Interimistisch übernimmt Patrick Hunger seinen Posten. Ferrante war nur wenig länger als zwei Jahre Chef des Online-Trading-Hauses. Er kam Anfang 2014 von der Credit Suisse für Søren Mose, der Saxo zusammen mit COO Ian Keates und Finanzchef Martin Beinhoff abrupt verlassen hatte.

Aargauische Kantonalbank

Das Staatsinstitut muss dem Kanton Aargau aus dem Rekordgewinn von 2015 mehr Geld abliefern. In die Staatskasse fliessen gemäss Beschluss des Eigners 91 Millionen Franken. Das sind 16 Millionen Franken mehr, als die Bank vorgeschlagen hat.

Fonds-Daten

Nach zweijähriger Zusammenarbeit haben sich zwei Dutzend Finanzinstitute angeführt von UBS, Credit Suisse und Julius Bär in Kooperation mit der Firma Fundinfo auf die Veröffentlichung des «openfunds-Standards». Die Initiative definiert häufig verwendete Fonds-Datenfelder. Jedes der 200 einzelnen Felder wird für die Datenübertragung spezifiziert und mit einem Identifier versehen.

SIX

Die Netzwerkprobleme der SIX sind nun vollständig behoben. Die Ursachen seien identifiziert. Die Systeme würden seit Mittwoch wieder stabil und ohne weitere Unterbrüche laufen. Die SIX hatte während über zwei Tagen mit grossen Netzwerkstörungen gekämpft, insbesondere der Zahlungsverkehr war betroffen gewesen.

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