Julius Bär setzt auf dienstältere Banker

Wechseln die Merrill-Lynch-Banker tatsächlich zu Julius Bär? Eine grosse Mehrheit schon, sagt CEO Boris Collardi. Vor allem dienstältere Mitarbeiter. Das sei gut so.

Zahlreiche Merrill-Lynch-Banker seien bereit, bei der Übernahme des International Wealth Managements (IWM) durch Julius Bär mitzumachen, hiess es an der Medienorientierung vom Montag in Zürich. Derzeit arbeiten rund 480 Financial Advisors (FA) im IWM von Merrill Lynch.

Er habe in den vergangenen Monaten höchst persönlich den Kontakt zu den Kundenberatern gesucht, um zu erfahren, wie viele Leute an Bord bleiben würden, sagte Julius-Bär-CEO Boris Collardi.

Dienstältere Kundenberater bleiben treu

«Eine grosse Mehrheit der Kundenberater hat sich bereit erklärt, bei uns zu bleiben», sagte Collardi weiter. Genaue Zahlen wollte er allerdings nicht geben. Er zeigte sich aber optimistisch, zumal die dienstälteren Merrill-Lynch-Kundenberater, die auch am meisten Vermögen verwalten, sich zu Julius Bär bekannt hätten.

«Besonders bei den zwei oberen Fünftel der Berater spüren wird eine überdurchschnittliche Bereitschaft, bei Julius Bär zu bleiben. Im Schnitt sind diese Kundenberater schon 15 Jahre bei Merrill Lynch und haben entsprechend gute Beziehungen zu ihren Kunden», so Collardi.

Übertragungsrate von 80 Prozent als Ziel

Julius Bär hat es sich zum Ziel gesetzt, rund 80 Prozent der verwalteten Kundenvermögen von Merrill-Lynch-IWM zu übernehmen. Man sei zuversichtlich, dies auch zu erreichen, hiess es an der Medienkonferenz weiter.

Die elf Milliarden Franken, die per 1. Februar 2013 durch die Integration des Schweizer Geschäfts von Merrill-Lynch an Julius Bär bereits übergingen, seien bereits Bestandteil dieser Übertragsrate von 80 Prozent, fügte Finanzchef Dieter Enkelmann an.

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Moody's

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Digitalisierung

Banken arbeiten zwar an digitalen Strategien, fertige Gesamtlösungen gibt es noch wenige. Das ist das Ergebnis einer internationalen Untersuchung von IT-Dienstleister GFT. In zwei Punkten sind sich alle befragten Banken über Ländergrenzen hinweg einig: Der Kunde ist der Treiber der Digitalisierung der Finanzbranche.

RAM

RAM Active Investments (RAM) wechselt den Anlageverwalter des Ram (Lux) Tactical Funds II - Asia Bond Total Return von Samena Capital zu Nexus Investment Advisors. Die Entscheidung fusst auf dem Wechsel des Managementteams des Fonds, bestehend aus Richard Yang und Carl Wong, von Samena Capital zu Nexus.

UBS Australien

Die Grossbank steigt aus dem Wealth Management in Australien aus. In einem Management-Buyout verkauft die UBS das Geschäft an die neu gegründete Gesellschaft Crestone, die der bisherige UBS-Spartenchef Mike Chisholm leiten wird. Wie berichtet, stand das Australien-Geschäft bei der UBS schon länger auf dem Prüfstand. Neue Regulierungsvorschriften haben die Profitabilität weiter geschwächt, so dass der Ausstieg nun eine logische Konsequenz war.

Bank Reyl

Die Malta Financial Services Authority erteilte einem Tochterunternehmen der Bank Reyl eine Lizenz der Kategorie 4a, die eine Tätigkeit als Depotbank für geregelte Fonds ermöglicht.

Basler Kantonalbank

Die Basler Kantonalbank unterstützt das Collegium Musicum Basel neu als Hauptsponsorin mit einem mehrjährigen Vertrag. Für das Institut biete die Partnerschaft mit dem Collegium Musicum Basel mit seiner regionalen Bekanntheit mehr Breitenwirkung und eine Hospitalityplattform für seine Kunden, wird CEO Guy Lachapelle zitiert.

Julius Bär

Im US-Steuerstreit wird die Zürcher Bank Julius Bär noch im Verlauf der nächsten zwei Monate eine Strafe vergegenwärtigen. Das berichtet das amerikanische «Wall Street Journal». Weil sich das Institut überdies sehr kooperativ verhalten habe, dürfte die Busse auch nicht so hoch ausfallen wie ursprünglich angenommen.

Moody's

Die Ratingagentur Moody's hat aufgrund einer neuen Bewertungsmethodik ihre Ratings diverse Schweizer Banken erneuert. Das langfristige Schuldenrating für die Institute Julius Bär, Vontobel, BCV, Berner Kantonalbank, Raiffeisen, Pictet, Banque Syz, BSI und Clientis wurde angehoben. Bestätigt wurden die Einstufungen für die Zürcher und die St. Galler Kantonalbank.

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