Julius Bär: «Pure play» macht Sinn

Die Vermögensverwalter-Gruppe hält am fokussierten Geschäftsmodell fest.

Wie sagt die Bank ihren besorgten Kunden, dass ihr Geschäftsmodell-Modell weiterhin gut ist? Sie liefert den Kundenberater ein Argumentarium und schickt es auch gleich den Kunden. Genau das hat die Bank Julius Bär gemacht.

«Pure Plays» waren bis zum Ausbruch der Finanzkrise die Stars: Banken, die sich auf ein Segment konzentrierten. Universalbanken galten als Auslaufmodelle. Doch die Finanzkrise brachte den Vorteil von Universalbanken wieder ins Bewusstsein der Anleger und Kunden zurück. Fast über Nacht haben sich die verbliebenen reinen Investmentbanken das Rechtskleid einer Universalbank übergestreift.

Wachstumsmarkt plus solide Bilanz

Geben nun auch die Vermögensverwalter die Spezialisierung auf? Nein, sagt die Julius-Bär-Gruppe. Sie hält an ihrem Modell der auf Vermögensverwaltung fokussierten Bank fest. Und sie beruhigt Kunden wie Mitarbeiter: Reine Vermögensverwalter haben eine solide Bilanz. Liquiditätsengpässe, wie sie international aktive Universalbanken derzeit wegen eingefrorener Geldmärkte plagen, sind für Vermögensverwaltungs-Gruppen wie Julius Bär kein Thema. Die Kundeneinlagen der Gruppe erreichten Mitte 2008 das Zweieinhalbfache der Kundenausleihungen. Und die Bären weisen auf ihr Potential hin: «Auch wenn in der Finanzkrise an den Börsen immense Wertverluste entstanden sind, so gilt längerfristig doch, dass die Vermögensbestände weltweit zunehmen, dass sich somit die Vermögensverwaltung in einem wachsenden Markt betätigt».

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DOSSIER BANKEN

Dossier Banken

Dossier UBS Dossier Credit Suisse Dossier Bank Vontobel Dossier Julius Bär Dossier Zürcher Kantonalbank

Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Die Rendite ist weiblich
  • Das sind Trumps Einflüsterer
  • Diese TV-Stars verdienen am meisten
  • Erfindungen, die Leben retten
  • So sehen die Innovations-Labs der Banken aus
  • Die geschrumpften Banken auf einen Klick
mehr

SELECTION

Selection

Denke nach und werde reich

Haben Sie sich auch schon gefragt, welche Eigenschaft alle Millionäre teilen?

Selection

Selection

Der Todesstoss fürs Online-Banking

Der Bankkunde von heute nutzt das Internet und Apps. Aber wie lange noch?

Selection

NEWS GANZ KURZ

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

weitere News