So sollten Banken heutzutage werben

Seit der Finanzkrise müssen sich Banken genau überlegen, wie sie ihre Leistungen anpreisen. Die Anhäufung von Geld per se ist «out». Was braucht es heute?

Spätestens seit der letzten Finanzkrise ist die pure Anhäufung von Geld oder Besitz in Werbebotschaften nicht mehr salonfähig, wie der nachstehende TV-Spot der deutschen Sparkasse veranschaulicht. Eher ruft diese Haltung Gier und Neid ins Bewusstsein – Attribute, mit denen Banken nicht unbedingt in Verbindung gebracht werden möchten.

Und da Werbung immer auch den Zeitgeist reflektiert, bedarf es heute einer «instrumentellen Ansprache des Materialismus», wie Matthias Schubert in seinem «Finanzmarketing-Blog» schreibt.

Konkret heisst dies, dass nicht mehr der Besitz an sich im Mittelpunkt der Finanzwerbung stehen soll, sondern das persönliche Ziel, das durch eine erfolgreiche Finanzberatung erreicht werden kann.

Direkte Ansprache von Geld

Schubert bezeichnet dies als eine «terminale Ansprache des Materialismus», bei welcher der Besitz des Geldes direkt und unverblümt angesprochen werden kann.

Finanzdienstleister würden tatsächlich gut daran tun, eine solche Ansprache bei ihren Werbeaktivitäten zu verfolgen, denn wie eine Studie der Universität des Saarlandes besagt, wird diese Art von Werbung von den Kunden als ehrlicher und authentischer aufgenommen (siehe Cortal Consors Spot).

«Da der terminal-materialistische Werbespot dichter an der «echten» Dienstleistung der Finanzbranche liegt, und sich nicht hinter vermeintlich höheren Werten versteckt, wird er von allen Konsumentengruppen als authentisch beurteilt», schreibt Schubert weiter.

Mit Ehrlichkeit zum Erfolg

So ziehen auch die Autoren der saarländischen Studie den Schluss, dass die Finanzdienstleister besser fahren, wenn sie ihre Dienstleistungen, also das Verwalten und Vermehren von Geld, in den Mittelpunkt ihrer Werbeanstrengungen setzten.

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NEWS GANZ KURZ

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

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