Credit Suisse hat sich für Minder-Initiative gewappnet

Das neue Vergütungspaket für die Konzernleitung soll es den Aktionären vereinfachen, es anzunehmen – mitsamt Antrag auf Schaffung neuer Aktien für Boni.

Bei der Entwicklung neuer Salärsysteme sei die Credit Suisse wahrscheinlich die innovativste Bank überhaupt, sagte CEO Brady Dougan in der «Bloomberg-TV»-Sendung «Market Makers».

«Mit einer genannten Zielgrösse und Obergrenze haben wir den Rahmen für die variable Vergütung an den Salären unserer Konzernleitungsmitglieder klar abgesteckt», erklärt ein Konzernsprecher.

Mehr Klarheit dank Multiplikatoren

So hat die Bank in ihrem Kompensationsbericht 2012 bekannt gegeben, wie sich der Ziel- und Maximalbonus für Brady Dougan und die anderen Mitglieder des Executive berechnet.

Dazu publizierte die Bank nicht nur, welches Vielfaches zum Basissalärs die Boni 2013 maximal betragen dürfen, sondern sie demonstrierte auch an den aktuellen Boni, wie das neue System funktionieren wird (Vergütungsbericht, Seite 212/2013):

Zielgrossen_2013

Zielgrossen_2012

  • Erfüllt der CEO 2013 seine Leistungsziele zu 100 Prozent, beträgt der Cashbonus, der ihm sofort ausbezahlt wird, 0,3 Mal sein Basissalär von rund 2,5 Millionen Franken. Die Bonusanteile, die drei bis fünf Jahre gesperrt bleiben sollen, belaufen sich auf 1,1- und 1,3-mal das Basissalär (für den kurz- resp. langfristigen Beteiligungsplan). Erfüllt Dougan seine Ziele zu mehr als 100 Prozent, betragen die Multiplikatoren maximal 0,4 und 1,6 respektive 2,0 (siehe Tabellen).
  • Bei den übrigen Geschäftsleitungsmitgliedern sollen sich die Faktoren 2013 zwischen 0,2 bis 0,4 für den Cashbonus, resp. zwischen 0,6 und 1,7 respektive 0,8 und 2,1 für den kürzer- und längerlaufenden Incentive-Plan., falls sie ihre Ziele zu 100 Prozent erfüllen würden. Die entsprechenden «Cap Levels», falls sie ihre Ziele übererfüllen, lauten 0,4 und 1,6 resp. 2,0-mal das Basissalär.

Bank will Aktionären die Meinungsbildung erleichtern

Die Anwendung des Systems auf das vergangene Jahr zeigt, dass die Faktoren für Brady Dougan leicht höher ausfielen, für die Geschäftsleitungsmitglieder fielen sie in die bezeichnete Bandbreite.

«Damit sind wir sehr transparent und verbindlich. Diese Verbesserung der Corporate Goverance wird es auch den Aktionären erleichtern, über das Vergütungspaket abzustimmen», sagt der Credit-Suisse-Sprecher.

Bereits 6,4 Prozent des Aktienkapitals für Mitarbeiter gesperrt

Als vorbildlich stuft er auch ein, dass bei der Credit Suisse über 90 Prozent der Vergütung drei bis fünf Jahre aufgeschoben wird. Dafür will die Bank an der Generalversammlung den Antrag auf Erhöhung des bedingten Kapitals stellen.

Bereits habe sich aus all den Salärpaketen, die die Bank in den letzten zehn Jahren erfand, Aktien-Guthaben für die Mitarbeiter im Umfang von 6,4 Prozent des gesamten Aktienkapitals angesammelt. 

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Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

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Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

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