Schweizer MIG Bank auf Expansionskurs

Ein neuer Chefökonom, ein neuer CEO in London, eine Vertretung in Hongkong: Die im Online-Handel mit Devisen und Edelmetallen tätige MIG Bank baut aus.

Luciano_Jannelli_1

Seit kurzem ist Luciano Jannelli (oben) neu als Chefökonom für die MIG Bank tätig. Der gebürtige Italiener startete seine Berufskarriere bei der Weltbank. Inzwischen blickt er auf eine mehr als 15-jährige Erfahrung in leitenden Research- und Managementpositionen zurück, unter anderem bei der UBS sowie bei Julius Bär.

Die MIG Bank mit Sitz in Lausanne ist laut eigenen Angaben die grösste Bank in der Schweiz – gemessen am Handelsvolume –, die global im Online-Trading mit Devisen für private Kunden spezialisiert ist.

Erster Forex-Broker mit Banklizenz

Federico_Cirulli_1Die MIG Bank wurde 2003 unter dem Namen MIG Investments von der jordanisch-stämmigen Familie Mansour gegründet und mutierte später zur MIG Bank, die sich im Forex-Online-Handel betätigte.

Als erster Forex-Broker erhielt das Institut im Dezember 2009 eine Banklizenz von der Eidgenössischen Finanzmarktaufscht (Finma). Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen rund 130 Personen.

Im Gegensatz zu anderen Online-Brokern in der Schweiz verfügt die MIG Bank über eine mehrheitlich internationale Klientel aus insgesamt 120 Ländern in Europa, Asien, Russland, Lateinamerika und dem Nahen Osten.

Zwecks weiterer Expansion hat das Unternehmen unlängst Federico Cirulli (Bild links) zum CEO der in London ansässigen Tochtergesellschaft MIG Capital ernannt, wie Recherchen von finews.ch weiter ergaben.

Asien-Hub eröffnet

Cirulli kommt von der Firma CMC Markets, bei der er für das Business Development in Südeuropa verantwortlich war. Davor gründete er die Firma ActiveTrades, wo er auch als CEO amtete. MIG Capital ist eine Gesellschaft nach englischem Recht für Kunden mit Wohnsitz in der EU.

Inzwischen hat die MIG Bank auch eine Repräsentanz in Hongkong eröffnet, wie bereits früher kommuniziert worden war. Als regionaler Hub sollen die Märkte Asiens und Ozeaniens weiter erschlossen werden.

White-Label-Lösungen für Vermögensverwalter

Die MIG Bank stellt ausserdem durch verschiedene Programme für White Label, Anlageverwalter und Introducing Broker (IB) Geschäftslösungen für Banken, Finanzinstitute, Broker und Privatinvestoren zur Verfügung.

 

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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