CS und UBS: Vorbildlich im Umweltschutz

Die Schweizer Grossbanken zählen zu den umweltfreundlichsten Banken der Welt. Eine der beiden schlug sich aber deutlich besser als die andere.

Zum dritten Mal kürte die Nachrichtenagentur «Bloomberg» die umweltfreundlichsten Banken der Welt.

Zwei Faktoren stehen dabei im Vordergrund: Erstens, das Engagement bei Projekten aus dem Bereich sauberer Energien (clean-energy projects), und zweitens Verbesserungen beim Stromverbrauch sowie der persönlichen CO2-Emissionen (carbon footprints) bei Finanzinstituten.

Schweizer Grossbanken in den Top 20

In der Rangliste sticht vor allem die Credit Suisse hervor: Nach Platz 21 für 2011 hat die Grossbank im aktuellen Ranking nun 2012 einen gewaltigen Sprung auf den fünften Platz geschafft.

Ein Grund für diese massive Verbesserung der Credit Suisse: Das Bankhaus hatte im Dezember das Solar-Unternehmen SolarCity bei seinem Börsengang beraten.

Auch die UBS konnte sich verbessern. Sie machte vier Plätze gut und erreichte im Green-Bank-Ranking Rang 15.

US-Bank an der Spitze – überholt Santander

Absoluter Spitzenreiter ist die Citigroup, die im Vorjahr noch auf dem vierten Platz lag. Das Finanzhaus wirkte unter anderem beim Bau des kalifornischen Wind-Energie-Parks «Solano Wind» mit.

In der aktuellen Liste ist die spanische Bank Santander nur noch auf Rang 2 zu finden, nachdem sie zwei Jahre in Folge die Spitze angeführt hatte. Den dritten Rang für 2012 belegt J.P. Morgan.

Neue Finanzierungstechnik miteinbezogen

Amerikanische Banken profitierten von einer Finanzierungsmethode, die als «Tax-Equity» bezeichnet wird. Dieses Modell erlaubt es den Investoren, quasi «Anteile an den Steuervergünstigungen», die Windparks einsammeln, zu erwerben.

Im jüngsten Ranking wurde diese Methode, die es bereits seit zwei Jahrzehnten in den USA gibt, zum ersten Mal berücksichtigt.

Windprojekte sind sehr beliebt

«In den USA wurden im vergangenen Jahr Windprojekte kräftig vorangetrieben, um sie vor Ablauf der Steuervergünstigung zu beenden», wird der Leiter für alternative Energie-Finanzierungen bei der Grossbank Citigroup im Bericht auf «Bloomberg»zitiert.

Am 1. Januar wurden die Vergünstigungen vom US-Kongress allerdings um ein Jahr verlängert, heisst es weiter.

 Hier die gesamte Rangliste der «Top 20 Green Banks in 2012»

  1. Citigroup (2011: Rang 4)
  2. Banco Santander (2011: Rang 1)
  3. J.P. Morgan (2011: Rang 22)
  4. Mitsubishi UFJ Financial Group (2011: Rang 6)
  5. Credit Suisse (2011: Rang 21)
  6. Goldman Sachs (2011: Rang 18)
  7. Deutsche Bank (2011: Rang 15)
  8. Mizuho Financial Group (2011: Rang 16)
  9. Lloyds Banking Group (2011: Rang 5)
  10. Barclays (2011: Rang 10)
  11. Morgan Stanley (2011: Rang 25)
  12. Standard Bank Group (2011: N/A)
  13. Itau Unibanco Holding (2011: Rang 29)
  14. Royal Bank of Scotland (2011: Rang 12)
  15. UBS (2011: Rang 19)
  16. Sumitomo Mitsui Financial (2011: Rang 20)
  17. Macquarie Group (2011: Rang N/A)
  18. Royal Bank of Canada (2011: Rang 27)
  19. Commerzbank (2011: Rang N/A)
  20. Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (2011: Rang 17)

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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