CS: Ex-CDO-Banker plädiert auf nicht schuldig

Einem ehemaligen ranghohen Mitarbeiter der Credit Suisse wird vorgeworfen, verbriefte Hypotheken manipuliert zu haben, um seinen Bonus aufzubessern.

Kareem Serageldin stand bis 2008 an der Spitze des strukturierten Kreditgeschäfts der Credit Suisse. Als bekannt wurde, dass eine Strafuntersuchung wegen Verschwörung, falscher Buchführung und Betrug gegen Serageldin und zwei seiner Angestellten läuft, wurden diese allesamt entlassen, und die Grossbank leistete den Behörden Hilfe.

Ende letzter Woche wurde Serageldin, der mittlerweile nach England übersiedelt war, an die USA ausgeliefert, damit ihm dort der Prozess gemacht werden kann. In einer ersten Anhörung hat der Angeklagte nun auf nicht schuldig plädiert, wie die Nachrichtenagentur «Bloomberg» berichtet.

Daten gefälscht für höhere Boni

Zusammen mit den beiden Mitarbeitern David Higgs und Salmaan Siddiqui soll Serageldin Daten von Collateralized Debt Obligations (CDO) bei der Credit Suisse so gefälscht haben, dass die von der Bank geforderten Gewinnziele erreicht werden konnten, was wiederum den Dreien hohe Boni bescherte.

Die beiden Mitarbeiter Serageldins haben bereits vor Gericht ausgesagt und angegeben, nur im Auftrag ihres Chefs gehandelt zu haben. Der Ex-CDO-Chef wiederum hatte schon früh mit den Behörden kooperiert und zeigte sich bei Bekanntwerden der Klageerhebung erstaunt.

In diesem Lichte ist es nicht verwunderlich, dass Serageldin nun auf nicht schuldig plädiert.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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