Das Asien-Knowhow der Schweizer Grossbanken

Frage: Wo arbeiten die besten Analysten für Südostasien, Japan und Australien? Antwort: Mit grosser Wahrscheinlichkeit bei UBS und Credit Suisse.

Könnte es tatsächlich sein, dass die Schweizer Banken in den asiatischen Märkten eine überdurchschnittliche Qualität aufgebaut haben? Gestern meldeten wir hier, dass Credit Suisse wie UBS als Broker für Institutionelle im Asiengeschäft hervorragende Noten erhielten: In einer Studie von «Institutional Investor» landete die UBS auf dem ersten und die CS auf dem vierten Platz. 

Ergänzt wird dies von einem anderen – hier bislang kaum beachteten – Test der Besten: Es geht um die herausragendesten Analysten von Asien, «Asia's Best Analysts».

Die Liste wurde von Dow Jones respektive dem «Wall Street Journal» erarbeitet, und untersucht wurde dabei, wie treffend die Aktien-Empfehlungen respektive wie präzise Gewinnerwartungen von insgesamt 1'900 Analysten in 11 asiatischen Märkten waren.

Und siehe da: Die UBS schnitt am besten ab, sieben ihrer Analysten landeten in ihrem jeweiligen Sektor respektive in ihrer Region unter den ersten drei. Und auch die Credit Suisse – mit vier Top-Analysten auf dem vierten Rang – hielt ganz vorne mit.

Bemerkenswert dabei, dass im Umfeld von UBS und Credit Suisse ansonsten vor allem regional verwurzelte Häuser landeten, nämlich DBS Vickers (Singapur, Rang 2), Phillip Securities (Singapur, Rang 3) sowie die australische Macquarie (Rang 5).

Das scheint logisch. Es besagt aber auch: Die anderen globalen Grossbanken waren nicht annähernd so präsent.

Einige Beispiele? 

HSBC – immerhin traditionell sehr verwurzelt in der Region – landete auf Rang 15. Goldman Sachs – die prestigiöseste Investmentbank – kam auf Rang 16. Die Deutsche Bank folgte auf Rang 17.

Die ausgezeichneten Analysten der UBS

  • Katsuya Takeuchi, Rang 1, Rohstoffe
  • Arthur Hsieh, Rang 1, Elektroindustrie
  • Richard Wei, Rang 2, Transportindustrie
  • Samson Hung, Rang 2, Technologie
  • Sunita Sachdev, Rang 3, Haushaltswaren
  • Roland Liem, Rang 1, Indonesien
  • Yosuke Ohaka, Rang 1, Japan

Die ausgezeichneten Analysten von Credit Suisse

  • Jerry Su, Rang 2, Elektronik und Elektroindustrie
  • Jun Yamaguchi, Rang 2, Schwerindustrie
  • Vincent Chan, Rang 3, Rohstoffe
  • Paul Buys, Rang 2, Australien

«Asia's Master Stockpickers 2013»: Die ganze Liste von Asia's Best Analysts 

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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