Die Europäer misstrauen ihren Banken

Die Krise hinterlässt ihre Spuren in den Köpfen: Nirgendwo in der Welt ist das Vertrauen in die Finanzhäuser so tief wie auf dem alten Kontinent.

Haben Sie Vertrauen in Banken und Finanzinstitutionen? Diese Frage stellte das amerikanische Umfrageinstitut «Gallup» je rund 1'000 Menschen in 135 Ländern. Das Ergebnis: Gerade in Europa haben die Banken noch einiges an Imagepflege zu leisten.

In den zehn Ländern mit dem geringsten Vertrauen ins Finanzsystem befinden sich sieben in Europa. Insgesamt vergab die EU von allen Welt-Regionen ihren Banken die schlechtesten Noten. Im Schnitt gaben nur 37 Prozent der Befragten an, Vertrauen ins Finanzsystem zu haben. 55 Prozent verlassen sich nicht auf Banken.

Schlechter als am Höhepunkt der Krise

Mit diesem Ergebnis, so die Gallup-Experten, steht Europa schlechter da als auf dem Höhepunkt der weltweiten Finanzkrise 2008. Und wenn man nicht schnell etwas dagegen tue, dann gefährde das Misstrauen der Bürger auch eine Erholung.

Am misstrauischsten sind – wen überrascht's? – die Griechen und die Iren. 82 und 83 Prozent gaben dort an, ihren Banken nicht zu trauen. Aber auch in Deutschland, dem grössten Euro-Land, trauen nur 38 Prozent dem System.

Hier die zehn Länder mit dem wenigsten Vertrauen in die Banken

Haben Sie Vertrauen in Banken und Finanzinstitutionen?

  • Griechenland – Ja: 13 %  Nein: 82 %
  • Island – Ja: 16 %  Nein: 76 %
  • Irland – Ja: 16 % Nein: 83 %
  • Spanien – Ja: 18 %  Nein: 80 %
  • Italien – Ja: 20 %  Nein: 76 %
  • Chile – Ja: 25 %  Nein: 70 %
  • Ungarn – Ja: 27 %  Nein: 67 %
  • Grossbritannien – Ja: 27 %  Nein: 72 %
  • Ukraine – Ja: 28 %  Nein: 61 %
  • Litauen – Ja: 29 % Nein: 63 %
  • Serbien – Ja: 29 % Nein: 65 %

 

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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