Banken: Wo die teuersten Leute arbeiten

Der SNB-Bericht über die Lage der Banken bot bemerkenswerte Einsichten zur Job- und Salär-Situation. Es zeigt sich: Noch lohnt sich ein Job bei den Banken. Bei einigen sogar besonders.

Es könnte besser sein – aber eben auch schlimmer. Der Bericht der SNB über die Banken in der Schweiz zog eine recht nüchterne Bilanz. Doch einige Ergebnisse waren auch überraschend. So der Blick auf die Personalkosten. Nach immer neuen Horrormeldungen über Stellenstreichungen, Restrukturierungen, Sparprogramme müssten diese ja dann etwas gesunken sein, oder?

Doch genau das war nicht der Fall. Obwohl die Banken im Inland und Ausland zusammen rund 3'600 Stellen abbauten, fiel der Personalaufwand mit 27,7 Milliarden Franken rund 2 Prozent höher aus als im Vorjahr.

Wo lohnt sich die Arbeit?

Dem Rekruiting-Portal «eFinancialcareers» ist bei diesem Punkt etwas interessantes aufgefallen: Die Autoren haben herausgefiltert, bei welchen Banken sich die Arbeit wohl besonders lohnt.

Demnach schneiden am besten die Privatbankiers ab. Die 13 Institute vereinen nur 4'198 Beschäftigte auf sich, zeigt der SNB-Bericht.

Doch wer hier arbeitete, auf den entfielen im Schnitt 281'000 Franken an Personalaufwand – rund 42'000 Franken mehr als bei den Angestellten der beiden Grossbanken. Dort kamen auf einen Durchschnitts-Mitarbeiter rund 240'000 Franken.

Ziemlich gut weg erscheint mit 266'000 Franken auch die Lage der Angestellten bei Auslandsbanken. Gross wird der Unterschied beim Vergleich mit den Kantonal- und Raiffeisenbanken: Dort lag der Pro-Kopf-Personalaufwand bei 166'000 respektive 145'000 Franken.

Bruttogewinn pro Kopf ganz anders

Fast absurd erscheint da die Auflistung des Bruttogewinns pro Kopf. Denn der lag bei den Kantonalbanken mit rund 218'000 Franken am höchsten. Am schlechtesten standen die Raiffeisenbanken mit rund 107'000 Franken da, doch auf dem vorletzten Platz landeten ausgerechnet die Privatbanken mit nur rund 112'000 Franken Bruttogewinn Pro Kopf.

Bei den Grossbanken waren es rund 113'000, bei den ausländisch beherrschten Banken 121'000 und bei den Filialen ausländischer Banken rund 214'000 Franken.

 

 

 

 

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