UBS: Rückzug der US-Klage unwahrscheinlich

In den USA wird bezweifelt, dass die Behörden ihre Klage gegen die UBS zurückziehen. Ein aussergerichtlicher Vergleich bleibt  offenbar aber möglich.

Noch Anfang dieser Woche hiess es, die USA würden einen Rückzug der Klage gegen die UBS in Aussicht stellen. finews.ch berichtete darüber. Einen entsprechenden Artikel veröffentlichte die «New York Times».

Einem Bericht des Online-Finanzportals «Wealth-Briefing» zufolge ist dies jedoch nicht der Fall. Charles Miller, Sprecher des US-Justizdepartements sagte auf Anfrage, dass keine Absichten bestünden, die Klage fallen zu lassen. Solche Behauptungen seien schlicht und einfach falsch.

Gewinn für beide Seiten

Allerdings bestünde immer noch die Möglichkeit, zu einem Vergleich zu kommen, betonte Miller. Diese Ansicht vertritt auch Bundesrat Hans-Rudolf Merz. Er hat bestätigt, dass solche Anstrengungen im Gange seien.

Im Zusammenhang mit einem neuen Doppelbesteuerungs-Abkommen zwischen der Schweiz und der USA könnte die Klage zurückgezogen werden, bestätigt auch der amerikanische Anwalt Jay Krause. Auf diesem Weg würde beiden Parteien geholfen – beide könnten so als Gewinner davon gehen.

Freiwillige Offenlegung

Die USA hat rein durch die gerichtliche Vorladung der UBS einen Teilerfolg errungen. Denn einige UBS-Kunden haben in der Folge ihre Daten freiwillig der amerikanischen Steuerbehörde IRS vorgelegt. Mit dem neuen Doppelbesteuerungs-Abkommen würde die Klage gegen die UBS zudem redundant. Die USA hätte dann zwischenstaatliche Mittel, um Daten von allfälligen Steuersündern einzufordern.

Vorläufig bleibt jedoch alles beim alten. Wenn es nicht bald zu einem Vergleich kommt, wird sich die UBS im Juli vor Gericht verantworten müssen.

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

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