Luzerner KB für steigende Zinsen gerüstet

Die Luzerner Kantonalbank präsentiert ein stabiles Semesterergebnis. Das Institut ist vorbereitet für den Fall einer Zinswende.

Der Unternehmensgewinn der LUKB erreichte im ersten Halbjahr 2013 91,3 Millionen Franken oder 1,3 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, wie das Institut am Dienstag mitteilte. 

Zwar ging das Zinsergebnis, Ertragspfeiler der LUKB, aufgrund fehlender Absicherungserträge um 3,6 Prozent zurück, doch konnte der Rückgang durch höhere Erträge aus dem Kommissions- und dem Handelsgeschäft einerseits sowie durch tiefere Kosten andererseits kompensiert werden.

2,5 Milliarden Franken bei der SNB platziert

Bei der Absicherung ist die LUKB gemäss eigener Angaben so positioniert, dass sie zwar keine Erträge erzielt, aber auch kaum Kosten zu tragen hat. Wie das Institut weiter schreibt, hat sie sich in den letzten 18 Monaten verstärkt so ausgerichtet, dass sie von steigenden Zinsen profitieren könnte.

Das Institut verfügt zurzeit aufgrund der Zinssituation über 2,5 Milliarden Franken Liquidität, die sie zinslos bei der Schweizerischen Nationalbank platziert hat. Diese Liquidität soll bei ansteigenden Zinsen wieder investiert werden, wie die Geschäftsleitung weiter schreibt. 

Der Kommissionserfolg der LUKB hat im Berichtssemester nur leicht zugenommen. Der Grund: Die Anleger sind immer noch zurückhaltend bei Anlagen an den Finanzmärkten. Indes profitierte das Handelsgeschäft von den verstärkten Aktivitäten des bankeigenen Handelszentrums und von höheren Volatilitäten bei den Währungen.

Dank weiteren Kostenoptimierungen bei der Informatik hat der Geschäftsaufwand gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Prozent leicht abgenommen. Der Personalaufwand weist eine geringfügige Zunahme von 0,7 Prozent auf.

Steuerstreit gefährdet Ausschüttungspolitik nicht

Die Bankleitung erwartet für das ganze Jahr ein Ergebnis auf der Höhe des Vorjahres. Sie bekräftigt die Absicht, im langfristigen Durchschnitt weiterhin rund 50 Prozent des Gewinns an die Aktionäre auszuschütten, das auch dank der starken Eigenkapitalbasis, wie die Bank weiter schreibt.

CEO Bernard Kobler geht davon aus, dass auch die Beilegung des Steuerstreits USA-Schweiz die Fortführung der postulierten Ausschüttungspolitik nicht gefährdet.

 

 

 

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Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

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