LLB verkauft Standort Lugano

Käuferin ist die PKB – und mit dem Deal dürfte eine neue Privatbank mit mehr als 10 Milliarden Franken an verwalteten Vermögen entstehen. Die bisherigen Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben.

Die Schweizer Tocher der LLB verkauft ihre Filiale in Lugano an die PKB Privatbank. Der Verkauf soll bis Ende 2013 abgeschlossen werden. Er sei «ein Meilenstein in der Schliessung der LLB (Schweiz) AG», meldet das Institut aus Vaduz.

Im März gab die LLB-Gruppe bekannt, die Schweizer Tochtergesellschaft schliessen zu wollen. Die LLB (Schweiz) hatte damals Standorte in Zürich, Genf, Lugano und Abu Dhabi.

In den nächsten Wochen werden sämtliche Kunden der Zweigniederlassung Lugano kontaktiert und die Migration vorbereitet.

«Wir sind überzeugt, dass die PKB für die Kunden und die Mitarbeitenden eine optimale Lösung darstellt», sagt Gabriel Brenna, Leiter der Division Private Banking der LLB-Gruppe. «Die PKB hat ihren Hauptsitz in Lugano und ist damit seit vielen Jahren fest in der Region Tessin verankert. Die Übernahme stellt sicher, dass alle 26 Arbeitsplätze erhalten bleiben und die Kontinuität in der Kundenbetreuung gewährleistet wird.» Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Von Erlenbach nach Osteuropa

Die PKB Privatbank, 1958 gegründet, ist im Besitz der luxemburgischen Compagnie de l'Occident pour la Finance et l'Industrie (COFI) und hat Standorte in Bellinzona, Genf und Zürich sowie Tochtergesellschaften in St. John's, Antigua und Panama City.

Insgesamt beschäftigt sie derzeit gut 220 Personen, davon etwa 200 in der Schweiz. Letztes Jahr hatte sie knapp 8 Milliarden Franken an Assets under management – es war ein Zuwachs von 1,5 Milliarden Franken gegenüber dem Vorjahr. Damit verdiente PKB gut 19 Millionen Franken Reingewinn.

Die Zweigniederlassung Lugano der LLB wiederum hat ein Geschäftsvolumen von rund 2 Milliarden Franken.

Neben dem Verkauf der Zweigniederlassung befinde sich die Schliessung von LLB (Schweiz) auch in allen anderen Teilbereichen auf Kurs. Ende dieses Jahr wird die Tochter ihre Banktätigkeiten einstellen. Die LLB-Standorte Genf und neu Erlenbach (Zürich) sollen künftig mit Fokus auf den Markt Zentral- und Osteuropa weitergeführt werden.

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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