Schweizer Knüppel für die Deutsche Bank

Schweizer Banken kennen das Problem: Andere Länder fordern Daten – aber das Bankgeheimnis verbietet die Auslieferung. Just deswegen klagt nun die Finanzaufsicht von Dubai gegen die Deutsche Bank.

Die Aufsichtsbehörde im Emirat Dubai (DFSA) reichte Klage gegen die Deutsche Bank ein, wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht. Der Aufseher des steuerfreien Internationalen Finanzzentrums von Dubai (DIFC) werfen dem deutschen Geldhaus vor, in einem Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit Geldwäscherei Informationen vorzuenthalten.

Die DFSA hat den Gerichtsunterlagen zufolge die Deutsche Bank erstmals im Juli gebeten, Informationen über Kunden der Vermögensverwaltung bereitzustellen, darunter Namen und Angaben zur Eröffnung ihrer Konten.

Daten von Kunden aus Singapur geliefert

Dabei habe die Behörde spezifisch nach Informationen bezüglich Munir Kaloti, dem Chairman der Kaloti Group, nachgefragt.

Die Deutsche Bank lieferte gemäss dem «Wall Street Journal» zwar Daten zu Kunden, die in Singapur gebucht werden. Gegenüber der DFSA habe sie aber vermerkt, dass es weitere 120 Kunden gebe, die bei der Genfer Niederlassung gebucht seien. Und dort sieht die Sache ganz anders aus.

120 Kunden in Genfer Niederlassung betroffen

Die Bank habe festgehalten, dass das Schweizer Gesetz die Lieferung dieser Daten untersage. In ihrer Klage verlangt die Behörde nun, dass die Bank diese Informationen ihr übergeben muss.

Bei den Untersuchungen gehe es um die Frage, ob die Bank bei vermögenden Kunden die Geldwäsche-Risiken ausreichend geprüft habe, schreibt das «Wall Street Journal». Ein Sprecher der Deutschen Bank wollte sich gegenüber der Zeitung nicht zu der Angelegenheit äussern.

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DOSSIER BANKEN

Dossier Banken

Dossier UBS Dossier Credit Suisse Dossier Bank Vontobel Dossier Julius Bär Dossier Zürcher Kantonalbank

Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Morgan-Stanley-CEO macht Kasse mit Bankaktien
  • Trumps Kabinett der Milliardäre
  • London: Der Investmentbanker Europas
  • Der Sanierer soll ein Insider-Händler sein
  • RBS: Versagen auf der ganzen Linie
  • Streitpunkt neue Kapitalregeln
mehr

SELECTION

Selection

Wie sich Angstkultur ausbreitet

Mehrere Tausend Stellen im Schweizer Bankgewerbe sollen verschwinden. Besonders betroffen davon ist das mittlere Kader.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Die Ende Oktober angekündigte Lancierung der Beteiligungsgesellschaft BB Healthcare Trust plc an der London Stock Exchange wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Aktienplatzierungs-programms konnte in der Erstemission ein Platzierungsvolumen von GBP 150 Mio. realisiert werden. Der erste Handelstag im Premium Segment der Londoner Börse ist der 2. Dezember 2016 (ISIN: GB00BZCNLL95, Bloomberg-Ticker: BBH LN).

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

Zurich

Die Zurich Gruppe Deutschland hat den Altezza Bürokomplex in München erworben. Verkäufer des 2009 erbauten Bürogebäudes ist die Warburg-HIH Invest Real Estate. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Beraten wurde Zurich bei der Transaktion durch Luther Köln.

BEKB

Die BEKB Roggwil wird per 30. Juni 2017 in die Niederlassung Langenthal integriert. Die betroffenen Mitarbeitenden werden bei der BEKB weiterbeschäftigt. Die Integration erfolgt, weil sich das Kundenverhalten im Bankgeschäft stark verändert hat.

UBS

Mit Blick auf die Art Basel im amerikanischen Miami fasst die Schweizer Grossbank ihre erhebliche Kunstsammlung in einem neuen Bildband zusammen. Das Buch «UBS Art Collection: To Art its Freedom» wird an Januar 2017 erhältlich sein.

Vontobel AM

Die europäische Ratingagentur Feri EuroRating Services und die Verlagsgruppe Handelsblatt haben die Schweizer Bank Vontobel als besten Asset Manager für Rohstoffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.

weitere News