Banken befinden sich in einer Welt der drei Geschwindigkeiten

Die Spreu vom Weizen der globalen Bankbranche trennt sich: Die Profitabilität der Institute entwickelt sich regional in unterschiedlichem Tempo.

Die Bankenbranche befinde sich global an einem Wendepunkt: Dies befindet die Boston Consulting Group in einer neuen Studie. Der Titel «Global Risk 2013-2014: Breaching the Next Banking Barrier».

Die Branche kehre zwar zur Profitabilität zurück. Diese Aussage gelte allerdings nicht für alle Institute weltweit.

Zu dieser Schlussfolgerung kommen die Autoren nach Auswertung von Daten von 318 Privatkunden-, Geschäfts- und Investmentbanken, die 90 Prozent der weltweiten Branchen-Aktiva auf sich vereinen.

US-Banken lassen Krise hinter sich

Dabei stellten die Consultants ein starkes Auseinanderdriften der Performance der Banken sowohl nach Regionen als auch zwischen der enwickelten Welt und den Schwellenländern fest. In letzteren würde sich die Profitabilität der Banken sehr stark entwickeln; auch in den USA würden die Institute die Krise hinter sich lassen. In Europa und insbesondere in Südeuropa befänden sich die Institute dagegen weiter im Krebsgang.

Es zeige sich, dass sich der globale Bankensektor zu einer Welt der drei Geschwindigkeiten entfaltet hat, schreibt die Boston Consulting Group weiter.

Proaktives Handeln auf Vorschriften gefordert

Um künftig erfolgreich zu operieren, müssten sich die Banken einerseits auf die Kosten fokussieren, anderseits aktiver die regulatorischen Veränderungen aufgreifen. Die Senkung der Betriebskosten sei insbesondere für die US-Banken entscheidend, da keine weiteren Einsparungen aus der Risikovorsorge zu erreichen seien und die Kapitalanforderungen hoch bleiben, so die Studie.

Seit der Finanzkrise sei eine Vielzahl von komplexen Vorschriften eingeführt worden. Damit seien Hindernisse geschaffen worden, die die Banken überwinden müssen, um profitabel bleiben zu können, heisst es. Banken, die in Bezug auf die Regeln fähig sind, zu «kategorisieren, Prioritäten zu setzen und umzusetzen», seien die künftigen «Gewinner», schreiben die Autoren der Studie.

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Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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