Beliebteste Mobile Banking Apps der Schweiz

Um die beliebtesten Mobile Banking Apps zu küren, hat Finanzprofessor Andreas Dietrich die Kundenbewertungen vom iTunes-Store und vom Android Play Store ausgewertet.

Für die nachfolgende Rangliste habe ich nur Apps einbezogen, die von mindestens 100 Personen geratet wurden. Dabei wurden sämtliche Bewertungen der entsprechenden App berücksichtigt und nicht nur jene der neusten Version, wie Andreas Dietrich (Bild oben), Professor an der Hochschule Luzern, in seinem IFZ Retail Banking Blog schreibt.

Für die neusten App-Versionen sind oftmals nur wenige Bewertungen vorhanden. Die Kunden-Bewertungen der Apps wurden zum Stichtag 19. November 2013 analysiert. Die Bewertungen sind jeweils auf einen Zehntel genau berechnet.

Ein guter Eindruck

Es ist mir bewusst, dass eine entsprechende Analyse basierend auf Kunden-Ratings dieser beiden App-Stores nicht unbedingt repräsentativ sein muss. Sie gibt aber aus meiner Sicht trotzdem einen guten Eindruck, welche Apps derzeit bei den Kunden am besten abschneiden.

Die gute Nachricht vorneweg: Alle von Schweizer Retailbanken verwendeten Apps sind grundsätzlich im positiven Bereich – sprich haben ein durchschnittliches Rating von mehr als 3 (von 5 möglichen Punkten; 3 bedeutet gemäss iTunes «ist okay», 4 bedeutet «ist gut» und eine 5 bedeutet «ist toll»).

Beliebteste Mobile Banking Apps

Es gibt allerdings in der Bewertung der verschiedenen Apps schon einige Unterschiede. Aus der nachstehenden Tabelle wird ersichtlich, welche Banken seit Lancierung ihrer Apps am Besten abschneiden.

Rangliste 1

Die beiden beliebtesten Mobile Banking Apps stammen von der St. Galler und der Thurgauer Kantonalbank. Dass diese beiden Banken fast gleich gut bewertet werden, erstaunt nicht – sie verwenden mehr oder weniger das gleiche, von Crealogix entwickelte, Mobile Banking App.

Auch die Mobile Banking Apps der Banque Cantonale Vaudoise, PostFinance und der UBS werden positiv bewertet. Bei der UBS gilt es anzufügen, dass die neueste Version der App derzeit die Maximalbewertung von 5.0 (bei 207 Ratings) erhalten hat.

Die grössten Kritikpunkte

Weniger gut (aber noch immer im positiven Bereich) ist die Raiffeisenbank. Bemängelt wird hier vor allem, dass der Bancomat-Finder Automaten anzeigt, die nicht mehr existieren und es Probleme beim Einscannen von Einzahlungsscheinen gegeben hat.

Die grössten Kritikpunkte aus Sicht der Kunden sind generell, wenn eine App immer wieder abstürzt, wenn es lange dauert bis eine Verbindung aufgebaut ist, oder wenn die Zahlfunktionen (vor allem Scan and Pay) nicht existieren.

Online versus Offline-Auftritt?

Eine Spielerei, aber trotzdem interessant erscheint mir eine kleine, ergänzende Analyse. Dabei wollte ich untersuchen, ob es einen Zusammenhang gibt zwischen dem Image und der Sympathie einer Marke («Offline-Image») sowie der Bewertung und der Beliebtheit der App («Online-Image»).

Für die Beurteilung der Sympathie einer Marke wurde eine von der HWZ gemeinsam mit «in flagranti» und «blue eyes marketing» verfasste Studie beigezogen, welche 3‘507 Konsumenten der deutschen Schweiz zu ihren Sympathien bezüglich Bankenmarken befragt hat.

Bankengruppen im Vergleich

Da die Studie nur die 5 Banken(gruppen) Raiffeisen, PostFinance, Kantonalbanken, Credit Suisse und UBS analysiert, musste die Untersuchung vereinfacht und auf diese 5 Banken(gruppen) reduziert werden. Für die durchschnittliche Kundenbewertung der Apps bei Kantonalbanken wurde deren gewichteter Durchschnitt genommen.

Wie unten ersichtlich ist, sind die Raiffeisenbanken für die Schweizer Bevölkerung die sympathischste Bankenmarke der Schweiz, derweil die beiden Grossbanken Credit Suisse und UBS am schlechtesten abschneiden.

Bezüglich der Kundenbewertung der App ist dieser Zusammenhang aber nicht erkennbar. Ein Zusammenhang zwischen «Online-» und «Offline-Image» kann anhand dieser Verknüpfung von zwei Studien also nicht festgestellt werden.

Marke 1

Sympathiewert der Marke (Offline) und Kundenbewertung der App (Online)

Kurzfazit

Als Fazit halte ich fest, dass die meisten Mobile Banking Apps in der Schweiz ziemlich gut bewertet werden und die Kunden damit ziemlich bis sehr zufrieden sind.

Die Bewertung der Apps scheint dabei nicht im Zusammenhang zur generellen Einstellung zu einer Bank zu stehen: Die beliebteste Bank, die Raiffeisen, schneidet am schlechtesten ab in Bezug auf ihre Mobile Banking App.

Die gemäss Studie derzeit «unbeliebteste» Bank, die UBS, schliesst derweil im Mobile Banking Bereich gut ab.

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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