Die kommenden Stars im Investmentbanking

Alle Banken sind auf der Suche nach den talentiertesten Fachleuten. Doch welcher Mitarbeiter wirklich das Zeug zu einem Star im Investmentbanking hat, zeigt eine Rangliste von «Financial News».

Aus einer Liste von 150 in Europa tätigen jungen Investmentbankern hat «Financial News» jene 40 ausgewählt, denen sie Star-Qualitäten zutraut. Um überhaupt in die Kränze zum kommen, durften die Kandidaten am 2. Dezember nicht älter als 40 sein und mussten bei einer Investmentbank in Europa arbeiten.

Ausserdem mussten sie vier weitere Kriterien erfüllen: Untersucht wurde der bisher erzielte Leistungsausweis unter Berücksichtigung des Alters, das Ansehen des Mentors des Kandidaten,  die Feuerkraft ihrer Aufgaben und das Potenzial, eine Position mit grösserem Einfluss erreichen zu können.

Frauen unterrepräsentiert

In die Liste der 40 kommenden Stars schafften es auch je zwei Investmentbanker der Credit Suisse und der UBS. Ein Schweizer, der allerdings im Sold eines ausländischen Instituts steht, kam ebenfalls in die Kränze. Frauen seien mit 15 Prozent in der Liste leider unterrepräsentiert, schreibt «Financial News».

Hier die Kurzporträts der Banker mit Schweizer Hintergrund:

Barry Donlon: Der 35-jährige wurde im August von der UBS zum Head der zusammengelegten Einheit Capital Solutions and Liability Management der Region EMEA ernannt. In diesem Bereich verfüge die UBS über eine hohe Reputation, schreibt «Financial News». Donlon sei 2013 in mehrere grosse Transaktionen involviert gewesen darunter der ersten Basel-III-konformen Tier-1-Anleihe von BBVA, CoCo-Bonds für die UBS, der Crédit Agricole und der Bank of Ireland.

Simon Francis: Der 34-jährige kam 2005 von der UBS zur Credit Suisse und ist dort als Director High-Yield Capital Markets tätig. Francis habe sich bei der Credit Suiss als eine Schlüsselfigur des Bereichs Leveraged Finance Operations positioniert, der über ein hohes Wachstumspotenzial verfüge. Die Bank rangiere im Bereich High-Yield in weltweitern Rangliste auf Platz vier.

Anthony Leung: Ebenfalls im Solde der Credit Suisse stehend, bekleidet der 34-jährige den Rang des Directors UK Investment Banking. Leungs Spezialität seien komplexe Transaktionen für Firmen in Grossbritannien. Er arbeitete eng mit den im Königreich bestens bekannten Bankern James Leigh-Preberton und Sebastian Grigg, dem Vice-Chairman des Investment Banking Departements für EMEA der Credit Suisse zusammen. Zur Schweizer Grossbank stiess er  2008.

Samuel Losada: Der 34-jährige Schweizer arbeitet für die Bank of America Merrill Lynch seit 2010 und fungiert dort im Range eines Managing Directors als Head of International Strategic Equity Solutions. Seit seinem Amtsantritt habe sich die Zahl der Mitarbeitenden verdreifacht und die Erträge hätten sich um das 50-fache erhöht.

Gareth McCartney: Der 35-jährige blickt auf eine 12-jährige Karriere im Bereich Equtiy Sales and Trading bei verscheidenden Banken wie Goldman Sachs, Lehman Brothers, Merrill Lynch und ab 2010 bei der UBS zurück. Im vergangenen Jahr wurde er bei der Schweizer Bank in den Rang eines Managing Director zum Leiter des Bereichs Equity Capital Markets Syndicate EMEA ernannt.  Seit Anfang Jahr soll er in 50 Transaktionen im Umfang von 30 Milliarden Dollar involviert gewesen sein.

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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