Die schönsten Lohnpakete im ersten Halbjahr

Banken ködern Top-Leute wieder mit Garantien. Ein Stellenvermittler erstellte eine Liste der fettesten Offerten – nicht bitter ernst, dennoch vielsagend.

Höhere Fixgehälter, Upfront-Zahlungen, garantierte Boni: Nach den Lohndebatten des Jahres 2008 haben die Banken rasch neue Köder hervorgezaubert, mit denen sie Top-Leute anlocken können.

Das britische Arbeitsmarkt-Portal efinancialcareers bietet nun eine bemerkenswerte Liste Aufstellung: Aufgrund von Schätzungen diverser Headhunter wurden die grössten garantierten Lohnpakete in der Finanzbranche 2009 aufgelistet.

Betont wird, dass alles auf Schätzungen beruht, aber die Leser können zur Wahrheitsfindung beitragen; zum Beispiel, indem sie bei Fehlern Korrekturen anmelden (was bislang nicht geschah).

Mit den opulentesten Lohnpaketen engagiert wurden demnach:

Sanaz Zaimi
Wechselte von Goldman Sachs zu Bank of America/Merrill Lynch. Zaimi war bei Goldman Sachs Co-Chef für Strukturierte Produkte Europa, am neuen Ort ist er in einer ähnlichen Position. Er wird Leiter des Verkaufs von Obligationen, Devisen und Rohstoffen für die EMEA-Staaten.
Vermutetes Paket: 24 Millionen Dollar über zwei Jahre. Hinzu kommt eine Aktienpakets-Abgleichung im Bereich von 50 bis 100 Milllionen, je nach Entwicklung der Kurse von Goldman und BofA.

Selim Toker
Wechselte von UBS zu Nomura. Bei UBS war er Managing Director im Risk-Advisory-Team. Bei Nomura wird Toker Head of Global Finance Solutions, EMEA.
Vermutetes Paket: 8 Millionen über zwei Jahre. Plus unbekannte Aktienpakets-Abgleichung.

Rajeev Misra
Wechselte von der Deutschen Bank (mit kurzer Zwischenpause) zur UBS. Bei DB war er Global Head of Credit and Commodities. Bei UBS wird er Leiter des weltweiten Kreditgeschäfts.
Vermutetes Paket: Laut efinancialcareers gibt es Gerüchte, wonach Misra bis 20 Millionen Dollar für die nächsten zwei Jahre garantiert worden seien. Dies könnte aber übertrieben sein. 6 Millionen Dollar für ein Jahr scheine wohl passender.

Antonio Polverino
Wechselte von BofA/Merrill Lynch zu RBS. Bei BofA war er der Londoner Leiter des Verkaufs von Fixed Income, Currencies und Commodities. Am neuen Ort in einer identischen Funktion.
Vermutetes Paket: 5 Millionen Dollar in zwei Jahren. Plus unbekannte Aktienpakets-Abgleichung.

Henrik Raber
Wechselte von UBS zu Standard Chartered. Bei UBS war der Schwede Co-Chef Credit Flow Sales für Europa. Bei Standard soll er das europäische und amerikanische Kapitalmarktgeschäft leiten.
Vermutetes Paket: 2 Millionen Dollar. Und AKtienpakets-Abgleichung.

Rachel Lord, Stefanos Bitzakidis
Wechselten von Morgan Stanley zu Citigroup. Tätig im Aktienhandel und Derivativgeschäft.
Vermutetes Paket: Zusammen 3 Millionen Dollar an Garantien.

Erwähnt sei auch die Bemerkung eines (britischen) Lesers: «Kein einziger Smith oder Jones in Sicht!» Oder anders formuliert: Die Meiers oder Müllers fehlen auf der Erfolgsliste...

Siehe dazu auch diesen Beitrag des «Wealth Bulletin», der von ähnlichen Fixlohn-Paketen bei Bank of America (Obligationenhändler, 6 Millionen Dollar für zwei Jahre) oder Citigroup (2 Millionen Dollar für Kadermann im Brokerage) berichtet.

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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