Raiffeisen: Fonds für nachhaltiges Wohnen

Zum ersten Mal lanciert Raiffeisen einen eigenen Immobilienfonds. 

Der Zeitpunkt ist vielleicht ein bisschen unglücklich: Ausgerechnet am selben Vormittag, an dem die Nationalbank vor einem überhitzten Immobilienmarkt warnt und den Kapitalpuffer erhöhen lässt, lanciert Raiffeisen einen Schweiz-Immobilienfonds.

Der neue «Raiffeisen Futura Immo Fonds» investiert in der ganzen Schweiz in bestehende Häuser und in Neubauprojekte. Sein Hauptaugenmerk liegt auf Wohnliegenschaften; ihr Anteil am Fondsvermögen soll bei mindestens 60 Prozent erreichen. 

Ökonomisch, ökologisch, sozial

Bei der Suche nach interessanten Objekten arbeitet Raiffeisen mit dem Zürcher Immobilienspezialisten Verit Investment zusammen. Die lokale Verankerung der Raiffeisenbanken biete ebenfalls Zugang zu interessanten Objekten, meldet die Bank.

Die im Fonds enthaltenen Liegenschaften sollen sich durch Energieeffizienz, wiederverwertbare Materialen sowie Nutzungsflexibilität und -qualität auszeichnen. Auch die Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr, die soziale Durchmischung und Immissionen werden bei der Wahl der Objekte berücksichtigt.

Am Ende wird für jede Liegenschaft des «Raiffeisen Futura Immo Fonds» ein Nachhaltigkeits-Rating durch die unabhängige Rating-Agentur Inrate erstellt. Beurteilt wird dabei sowohl die ökonomische wie die ökologische wie die soziale Nachhaltigkeit.

Die Zeichnungsfrist startet am 27. Januar.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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