BPG: VR-Präsident nimmt den Hut

Gleich zwei Abgänge muss die Banque Profil de Gestion innert Wochenfrist verdauen. Und es gibt Andeutungen, wonach die Genfer Bank ein Übernahmekandidat werden könnte.

ALVESDESOUZA EricSeit April 2011 leitet Eric Alves de Souza die strategischen Geschicke der Banque Profil de Gestion in Genf. Nun will sich der Jurist auf die Generalversammlung im April 2014 als Verwaltungsratspräsident zurückziehen.

Alves de Souza habe sich entschieden, auf eine Wiederwahl zu verzichten, schreibt die Genfer Privatbank in einer Mitteilung. Seine Verdienste werden verdankt. Über die Gründe des Verzichts auf die Wiederwahl schweigt sich die Bank aus.

Es ist bereits der zweite Abgang innert einer Woche. Auch der Posten des Finanzchefs ist derzeit frei. Der bisherige Stelleninhaber, Lionel Lafeuille, hat letzte Woche seine Kündigung eingereicht.

Jahresergebnis besser als 2012

Gleichzeitig veröffentlicht die an der SIX Swiss Exchange kotierte Banque Profil de Gestion Angaben zu den provisorischen Quartalsergebnissen. Die Bank habe im 4. Quartal des Geschäftsjahres 2013 ein positives Ergebnis erzielt, dies unter Berücksichtigung von ausserordentlichen Erträgen.

Damit dürfte der Jahresüberschuss «in positiver Weise» vom Vorjahresergebnis abweichen, heisst es in der Mitteilung weiter. BPG hatte 2012 einen kleinen Jahresgewinn von rund 130'000 Franken ausgewiesen.

Ziel: Stabilisierung der verwalteten Vermögen  

Interessanterweise meldet die Banca Profilo in Mailand, wichtigste Aktionärin von Profil de Gestion, heute eine «Stabilisierung der Gelder für 2014 und eine Steigerung von 25 Prozent für die Jahre 2015 und 2016» bei der Genfer Bank. Die höheren Assets under management sollten zu besseren Erträgen führen. In einem Communiqué zu ihren strategischen Plänen schreibt die Banca Profilo, die Aktivitäten der Tochtergesellschaft würden «mit Blick auf die internationale Diversifizierung und auf die Chancen kontextbezogen beurteilt». 

Das Vertrauen in die Bank ist in den letzten Jahren am Aktienmarkt laufend weiter erodiert, wie dieser Chart zeigt.

ChartBPG

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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