Gewinnrückgang bei Julius Bär

Die Julius-Bär-Gruppe hat 2013 einen Gewinnrückgang von 30 Prozent erlitten. Gründe dafür sind Integrationskosten für das Merrill-Lynch-Geschäft sowie Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Steuerabkommen zwischen der Schweiz und Deutschland. 

Der Konzerngewinn nach IFRS sank um 30 Prozent auf 188 Millionen Franken, wie Julius Bär am Montag mitteilte.

Das bessere Betriebsergebnis wurde durch die Integrations- und Restrukturierungskosten des internationalen Vermögensverwaltungsgeschäft von Merrill Lynch (IWM), laufende Abschreibungen sowie einer Rückstellung im Zusammenhang mit dem Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Schweiz und Grossbritannien beeinträchtigt.

Am unteren Ende der Bandbreite

Der adjustierte Konzerngewinn, der die zu Grunde liegende operative Performance wiedergibt, stieg um 19 Prozent auf 480 Millionen Franken, wie die Bank weiter mitteilte.

Bei der Integration des IWM-Geschäfts sind bisher rund 53 Milliarden Franken zu Julius Bär geflossen. Bis zum Ende des Integrationsprozesses Anfang 2015 rechnet die Bank damit, den angestrebten Vermögenstransfer von 57 Milliarden Franken bis 72 Milliarden Franken «am unteren Ende der Bandbreite» zu erreichen.

Unveränderte Dividende

Diese Information liegt wohl etwas unter den Erwartungen, hat aber gleichzeitig zur Folge, dass der maximale Transaktionspreis für die Übernahme des IWM-Geschäfts geringer ausfallen wird.

Der Verwaltungsrat will der Ordentlichen Generalversammlung vom 9. April 2014 eine unveränderte ordentliche Dividende von 60 Rappen pro Aktie vorschlagen, die aus den Reserven aus Kapitaleinlagen bezahlt wird.

Anstieg der verwalteten Vermögen

Die verwalteten Vermögen stiegen im vergangenen Jahr um 65 Milliarden Franken oder 34 Prozent auf 254 Milliarden Franken. Davon entfallen allerdings 53 Milliarden Franken auf Merrill Lynchs IWM-Geschäft (IWM), das Julius Bär derzeit akquiriert.

Das Netto-Neugeld belief sich auf 7,6 Milliarden Franken. Die Kundenvermögen (inklusive Custody-Vermögen) nahmen um 26 Prozent auf 348 Milliarden Franken zu.

 

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