LUKB: US-Problem dauert bis 2015 – mindestens

Für die Lösung der Steuerproblematik mit den USA hat die Luzerner Kantonalbank rund 5 Millionen zurückgestellt. Allein schon die Verhandlungen dürften ins Geld gehen.

Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) hat sich im vergangenen Dezember der Kategorie 2 im US-Programm zur Lösung der Steuerproblematik angeschlossen. Dafür hat das Staatsinstitut im Geschäftsaufwand 2013 rund 5 Millionen Franken verbucht.

Darin enthalten sind die Kosten für die Datenaufbereitung im vergangenen sowie im laufenden Jahr sowie die Kosten für anstehende Verhandlungen, wie Finanzchef (CFO) Marcel Hurschler anlässlich der Medienkonferenz am Dienstag in Zürich präzisierte. Welchen Betrag die LUKB für eine allfällige Busse zurückgestellt habe, wollte er «aus verhandlungstaktischen Gründen» nicht verraten.

Mit Hochdruck an der Arbeit

Verbucht wurden die Rückstellungen in der Position Einzelwertberichtigungen Kredite und übrige Rückstellungen, die somit von 12,9 Millionen Franken auf 14,9 Millionen Franken gestiegen ist.

Die LUKB arbeite derzeit «mit Hochdruck» an der Aufarbeitung der Daten, so der CFO weiter. Dafür habe die Bank ein eigenes Informatik-Tool programmiert und insgesamt 30 Personen, davon 10 externe, abgestellt.

Einen «berechenbaren» Weg gewählt

Mit dem Entscheid, am US-Programm in der Kategorie 2 teilzunehmen habe die Luzerner Bank «den berechenbaren Weg gewählt, der auch von der Finma empfohlen wurde», sagte Daniel Salzmann, der derzeit als Interim-CEO fungiert, nachdem der bisherige CEO, Bernard Kobler, wegen einer Affäre im Zürcher Rotlicht-Milieu vor wenigen Wochen zurückgetreten war.

«Wir haben während der Aufarbeitungsphase keine Indizien gefunden, dass wir gültiges Schweizer Recht verletzt hätten», sagte Salzmann weiter. Zudem habe die LUKB in den USA weder eigene Aktivitäten unterhalten, noch systematisch US-Kunden akquiriert.

Salzmann, der gemäss eigenen Worten für den CEO-Posten kandidiert, rechnet nicht mit einem raschen Abschluss des Programms. Aus heutiger Sicht scheine ein Zeithorizont von 2015 oder später eher realistisch, sagte er.

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DOSSIER BANKEN

Dossier Banken

Dossier UBS Dossier Credit Suisse Dossier Bank Vontobel Dossier Julius Bär Dossier Zürcher Kantonalbank

Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Erfindungen, die Leben retten
  • So sehen die Innovations-Labs der Banken aus
  • Die geschrumpften Banken auf einen Klick
  • Morgan-Stanley-CEO macht Kasse mit Bankaktien
  • Trumps Kabinett der Milliardäre
  • London: Der Investmentbanker Europas
  • Der Sanierer soll ein Insider-Händler sein
mehr

Follow us

Follow finews.ch on Twitter Follow finews.ch on Facebook Follow finews.ch on Google+ Follow finews.ch on LinkedIn Follow finews.ch on Xing Follow finews.ch on Youtube Follow finews.ch on Instagram Follow finews.ch

Newsletter

Newsletter-SymbolKostenlos abonnieren

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten kostenlos 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

Zürcher Bankenverband

News und Einschätzungen zum Zürcher Finanzplatz.

Beiträge lesen

Lohnvergleich

Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Vergleichen Sie doch mal Ihren Lohn.

zum Lohnvergleich

SELECTION

Selection

Die schlimmsten Prognosen 2016

Was Anlage-Profis für 2016 prophezeien.

Selection

Selection

Warum Warren Buffett Gold hasst

Der Ausnahme-Investor liest den Goldanlegern die Leviten.

Selection

NEWS GANZ KURZ

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut dem Bericht ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

weitere News