CS: Das Geld floss auch schon leichter

Das Private Banking und das Wealth Management der CS verspürte in den letzten Monaten eher Gegenwind – der Gewinn konnte aber noch um einen Tick verbessert werden.

Die Credit Suisse erreichte im Private Banking & Wealth Management im vierten Quartal 2013 einen Vorsteuergewinn von 870 Millionen Franken; dabei wurden die neuen Rückstellungen für den Steuerstreit mit den USA – von 175 Millionen Franken – hier verbucht.

Fürs Gesamtjahr 2013 schaffte die Division damit einen Vorsteuergewinn von 3'686 Millionen Franken; gegenüber dem Vorjahr bedeutet einen leichten Rückgang um knapp 90 Millionen Franken. 

Die ausgewiesenen Netto-Neugelder im Private Banking & Wealth Management erreichten letztes Jahr 32,1 Milliarden Franken – ein deutlich höherer Wert als im Vorjahr. Wie schon im Vorjahr, meldet die CS hier hohe Zuflüsse insbesondere aus den Emerging Markets sowie im UHNWI-Kundensegment, aber Abflüsse in Westeuropa. Im Vorjahr hatte die CS in dieser Division Neugelder von 10,8 Milliarden Franken gemeldet, 2011 hatte der Betrag 46,6 Milliarden betragen.

Die Assets under management erreichten damit am Jahresende 1'282 Milliarden Franken, knapp 32 Milliarden mehr als ein Jahr zuvor.

Die Sache mit den Zinsen

Die CS unterscheidet in ihrer Beurteilung zwischen dem strategischen Geschäft und dem nicht-strategischen Geschäft (also jenen Teilen, die restrukturiert oder verkauft werden sollen). Das strategische Geschäft im Private Banking & Wealth Management umfasst die Bereiche Wealth Management Clients, Corporate & Institutional Clients sowie Asset Management.

Hier ergab sich im vierten Quartal insgesamt ein Vorsteuergewinn von 1'057 Millionen Franken und ein Nettoertrag von 3'269 Millionen Franken; beide Ergebnisse lagen leicht über den Vorjahreswerten. Den höheren transaktions- und leistungsabhängigen Erträgen und den höheren wiederkehrenden Kommissions- und Gebührenerträgen standen tiefere sonstige Erträge und ein tieferer Zinserfolg gegenüber. 

  • Der Bereich Wealth Management Clients verzeichnete im vierten Quartal 2013 einen Vorsteuergewinn von 475 Millionen Franken und einen Nettoertrag von 2'065 Millionen Franken; er blieb im Vergleich zum Vorjahresquartal nahezu unverändert. Auch hier stand den höheren Kommissions- und Gebührenerträgen  ein tieferer Zinserfolg gegenüber. Die Bruttomarge lag im vierten Quartal 2013 bei 104 Basispunkten und damit fünf Basispunkte tiefer als im Vorjahresquartal. 
  • Der Bereich Corporate & Institutional Clients verzeichnete im vierten Quartal 2013 einen Vorsteuergewinn von 213 Millionen Franken und einen Nettoertrag von 485 Millionen Franken. Der Nettoertrag ging gegenüber dem Vorjahresquartal um 9 Prozent zurück, hauptsächlich wegen des geringeren Zinserfolgs sowie wegen eines Basiseffekts, nämlich eines Gewinns im Zusammenhang mit einem Sanierungsfall von 25 Millionen Franken, der im vierten Quartal 2012 verbucht worden war. 
  • Der Bereich Asset Management verzeichnete im vierten Quartal 2013 einen Vorsteuergewinn von 369 Millionen Franken und einen Nettoertrag von 719 Millionen Franken. Hier ergab sich also ein deutlicher Zuwachs – sowohl gegenüber dem vierten Quartal 2012 wie dem dritten Quartal 2013. Er ist den höheren leistungsabhängigen Gebühren und Platzierungsgebühren im Bereich Private Equity zu verdanken. 

Net New Money: Dämpfer im Asset Management

Insgesamt verzeichnete das Private Banking & Wealth Management im vierten Quartal 2013 Netto-Neugelder von 4,4 Milliarden Franken. Zum Vergleich: Im dritten Quartal waren 8,1 Milliarden zugeflossen, im vierten Quartal 2012 waren es 6,8 Milliarden gewesen.

  • Wealth Management Clients generierte Netto-Neugelder von 1,7 Milliarden Franken – und übers ganze Jahr 18,9 Milliarden Franken.
  • Der Bereich Corporate & Institutional Clients wies im vierten Quartal 2013 einen Netto-Neugeldzufluss von 4,0 Milliarden Franken aus; im ganzen 2013 ergab sich ein Zustrom von 8,8 Milliarden Franken.
  • Im Asset Management wurde im Berichtsquartal ein Netto-Abfluss von 0,5 Milliarden Franken verzeichnet: Hier standen den Zuflüssen bei Indexstrategien und Kreditprodukten Abflüsse in den Bereichen Multi-Asset Class Solutions und festverzinsliche Produkte gegenüber. Im Gesamtjahr resultierte aber ein erheblicher Zufluss von 15 Milliarden Franken.

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Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

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Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

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Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

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Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

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Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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