Credit Suisse: Dougan soll sich entschuldigen

Nichts gewusst? Dem Schweizerischen Bankpersonalverband ist der Auftritt von Credit-Suisse-Konzernchef Brady Dougan in Washington sauer aufgestossen.

«Entschuldigung von Brady Dougan gefordert!» titelt der Schweizerische Bankpersonalverband (SBPV) eine Mitteilung vom Donnerstag. Dem SBPV gefiel nicht, dass Brady Dougan vor dem Untersuchungs-Ausschuss des US-Senats vorgab, die Geschäftsleitung habe von vielen irregulären Vorgängen und Handlungen in der Bank nichts gewusst. Damit verunglimpfe er viele Mitarbeitende, die nicht mit dieser Sache zu tun gehabt hätten, so der SBPV.

Es sei wenig glaubhaft, dass die Geschäftsleitung über die Handlungen nicht informiert gewesen sei. Es sei allgemein bekannt gewesen, dass auf Steuerhinterziehung gesetzt worden sei. Dies gehörte lange Zeit zum Geschäftsmodell der Banken.

Druck auf die Angestellten sei Schuld

Die falschen Anreize und der ständige Druck auf die Mitarbeitenden hätten dazu beigetragen, dass die Weisungen aus dem Management so verstanden worden seien, dass neue Kunden um jeden Preis akquiriert werden mussten.

Brady Dougan solle sich bei den nicht betroffenen Mitarbeitenden der Credit Suisse öffentlich entschuldigen, so der SBPV. Diese dürften in den USA nicht zum Sündenbock gemacht werden. Zumindest solle der CEO erklären, weshalb er die Aussagen gemacht habe.

 

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

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