Notenstein bezahlt ihr Wachstum teuer

Die Notenstein Privatbank weist für 2013 über acht Milliarden Franken Nettoneugeld aus. Die Erträge sanken aber, und der Gewinn fiel wie erwartet schmal aus.

Die 100-prozentige Privatbanken-Tochter der Raiffeisen hat 2013 einen Bruttogewinn von 21 Millionen Franken erzielt, wie aus der Raiffeisen-Präsentation der Jahreszahlen hervorgeht. Das ist weniger als die Hälfte als im Vorjahr, als noch 46 Millionen Franken erreicht wurden.

Der Einbruch konnte erwartet werden, nachdem im ersten Halbjahr die Gewinnschwelle noch knapp erreicht worden war. Zudem hatte CEO Adrian Künzi angekündigt, dass die Profitabilität der Notenstein etwa zwei Jahre lang auf tiefem Niveau bleiben werde.

Kostensenkungen zeigen erste Wirkung

Die Privatbank zollt ihrem Wachstum Tribut, was sich im hohen Kosten-Ertragsverhältnis von 88,2 Prozent zeigt. Immerhin: Nach dem ersten Halbjahr hatte der Wert noch bei über 91 Prozent gelegen. Künzi hatte für das zweite Halbjahr Kostensenkungen eingeleitet.

Die Privatbank bleibt aber gleichzeitig im Wachstumsmodus. Sie muss ihre Kundenbasis ausweiten. Dies scheint ihr zu gelingen. Die verwalteten Vermögen stiegen von 21 Milliarden Franken im Vorjahr auf 28,3 Milliarden Franken.

Tieferer Betriebsertrag

Laut der Bank ist das Wachstum einerseits organisch, andererseits aus den zugekauften Tochtergesellschaften. Im Mai 2013 hatte Notenstein den Asset Manager TCMG übernommen.

Auf der Ertragsebene macht sich das Wachstum aber bislang nicht bezahlt. Der Betriebsertrag der Notenstein sank nämlich um 3,8 Prozent auf 176 Millionen Franken, nachdem 2012 noch 183 Millionen Franken erreicht worden waren.

Bereich Institutionelle Kunden muss zulegen

Wie den Raiffeisen-Informationen weiter zu entnehmen ist, gelang der Notenstein aber im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft eine Steigerung von annähernd 9 Prozent auf 125 Millionen Franken.

Notenstein bemüht sich vor allem um Wachstum im Geschäft mit Institutionellen. Hier wurde 2013 massiv in Personal investiert. Die verwalteten Vermögen sollen dort von rund 4 Milliarden auf etwa 10 Milliarden Franken steigen.

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