Gewinnexplosion trotz rückläufiger Vermögen

Die im Asset Management tätige GAM Holding hat im vergangenen Jahr ihren Gewinn um 30 Prozent gesteigert – trotz rückläufiger Depots. Den Aktionären steht eine höhere Dividende in Aussicht.

Bereinigt um diverse Sonderfaktoren (Beteiligungsverkäufe, Wertberichtigungen und Konzentration von Büroräumlichkeiten) erzielte die GAM Holding im Geschäftsjahr 2013 einen Gewinn von 210 Millionen Franken. Dies entspricht einem Plus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.

Entsprechend soll den Aktionären an der Generalversammlung vom 15. April 2014 eine Dividende von 65 Rappen pro Aktie vorgeschlagen werden. Das entspricht einer 30-prozentigen Erhöhung gegenüber den jeweiligen Dividenden der letzten drei Geschäftsjahre (50 Rappen).

Weniger Vermögen

Die verwalteten Vermögen im Investment Management betrugen per 31. Dezember 2013 insgesamt 69,8 Milliarden Franken – im Vergleich zu 72,6 Milliarden Franken im Vorjahr. Die Schwäche des Dollar gegenüber dem Schweizer im zweiten Halbjahr verstärkte die Auswirkungen der Netto-Neugeldabflüsse und führte indessen zu einem Rückgang der verwalteten Vermögen, wie das Unternehmen weiter mitteilte.

David M. Solo (Bild), CEO der Gruppe, sagte am Dienstag: «Trotz unmittelbar vorherrschender Gegenwinde ist unsere Gruppe ausgezeichnet positioniert, um in den kommenden Jahren zu wachsen. Wir haben ein breites Spektrum aussergewöhnlicher Aktien-, Absolute-Return- und nicht traditioneller Fixed-Income-Produkte, welche genau das bieten, was Kunden im Hinblick auf die herausfordernden Entwicklungen an den Finanzmärkten brauchen.»

Höhere Abflüsse

Die Erholung der Finanzmärkte im zweiten Halbjahr 2013 wog den nachteiligen Einfluss der Baisse der ersten sechs Monate wieder auf und hatte über das Jahr hinweg einen positiven Effekt auf die Marktperformance, wie es weiter heisst.

Im Investment Management beliefen sich die Netto-Neugeldabflüsse 2013 auf insgesamt 2,6 Milliarden Franken. Im Vorjahr waren netto nur 100 Millionen Franken abgeflossen.

Kosten am oberen Ende

Wie die GAM Holding weiter berichtete, verbuchten die margenschwachen Gold- und Geldmarktfonds sowie die Schwellenländer- und traditionellen Fixed-Income-Fonds, die vom massiven Verkauf dieser Anlageklassen betroffen waren, besonders hohe Abflüsse.

Das Aufwand-/Ertragsverhältnis der Gruppe betrug 65,2 Prozent und lag damit am oberen Rand der mittelfristig angepeilten Spanne von 60 bis 65 Prozent. Die Verbesserung gegenüber den im Vorjahr verzeichneten 67,2 Prozent spiegelt laut weiteren Angaben den Anstieg der Netto-Vermögensverwaltungsgebühren und Kommissionen sowie die anhaltende Kostendisziplin wider.

Hoffen auf bessere Zeiten

«Kurzfristig werden Schwellenländerstrategien weiterhin Abflüsse verzeichnen, bis sich die Marktstimmung wieder verbessert. Insgesamt wächst die Nachfrage nach Aktien- und Absolute-Return-Strategien jedoch weiterhin. Insbesondere die Zuflüsse in unsere Absolute-Return-Fixed-Income-Strategie scheinen sich mit einer Normalisierung der Anlageperformance zu stabilisieren», skzzierte CEO Solo die seine Erwartungen.

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Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

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Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

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