Wie der «GS Elevator» die UBS veräppelte

Eine kleine Anekdote aus einer Telefonkonferenz in Hongkong.

«Die Musik war besser, als sie noch von hässlichen Leuten gemacht werden durfte.»

«Ich wollte immer reich genug werden, um nicht mehr durch Geld motiviert werden zu können.»

«Wieso sollte ich heiraten? Das hiesse, die Hälfte meines Geldes darauf zu wetten, dass ich sie immer lieben werde.»  

Mit solchen (angeblichen) Sprüchen aus den Gängen und Liften von Goldman Sachs holte sich der Twitter-Kanal «GS Elevator» mittlerweile 650'000 Leser; zum Vergleich: Goldman Sachs selber hat 135'000 Follower. Letzte Woche nun wurde der anonyme Autor geoutet: Es handelt sich um John Lefevre – kein Goldman-Mann, sondern ein ehemaliger Manager bei Citigroup.

Lefevre arbeitete für die US-Grossbank zwischen 2004 und 2008 im Obligationenhandel in Hong Kong, und dort schuf er sich offenbar einen legendären Ruf: Er ging so vor, wie die Goldman-Sachs-Banker im «GS Elevator» gern sein möchten. Das örtliche Finanzmagazin «IFR Asia» stiess auf zahlreiche Anekdoten für seine Chuzpe. 

Dann hängte er auf…

Eine dieser Geschichten lief auf Kosten der UBS. Sie ereignete sich bei einer wichtige Telefonkonferenz über das Pricing einer Dollar-Emission der China Development Bank CDB. Lefevre wählte sich aus dem Citibank-Tower in Hongkong unterm Namen «UBS» ein. Einige Minuten später erst kam er erneut, diesmal korrekt als Citigroup-Vertreter. 

Die Konferenz begann, mit dabei zahlreiche Spitzenvertreter der CDB. Mitten in den Ausführungen der chinesischen Grossbank hängte Lefevre seine UBS-Linie auf. Worauf das Voice-System laut verkündete: «Now leaving the call: UBS».

Nun mussten die UBS-Leute ihrerseits das Gespräch unterbrechen, um hastig zu bestätigen, dass sie natürlich weiterhin dabei und interessiert seien…

Diese und ähnliche Geschichten dürften ab Herbst weitherum kursieren: Denn dann veröffentlicht Lefevre ein Buch über seine Erfahrungen aus der Finanzwelt. Der Titel: «Straight to Hell».

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