55 Banken im Vergleich: Das sind die Gewinner

Es läuft doch alles bestens im Schweizer Bankgeschäft. Dies zeigen die Gewinnzahlen hier – 55 Schweizer Finanzinstitute von AEK bis ZKB.

Wie läuft der Trend für die Schweizer Finanzhäuser? Eine Ahnung verschafft ein Überblick über die im letzten Jahr ausgewiesenen Gewinne. So unterschiedlich die einzelnen Institute sind: Klar wird hier, dass die Zeiten erträglich sind. Und eigentlich nur für die Privatbanken grundsätzlich schwerer wurden.

Ein Drittel der Institute – inzwischen versammeln wir hier die Zahlen von 55 Häusern – wiesen 2013 einen tieferen Gewinn aus als 2012. Ob das gut ist oder schlecht, ist im Einzelfall allerdings gar nicht so klar, denn:

  • Ein tieferer Gewinn erklärt sich teils mit Aufräumaktionen, wie bekanntlich bei der St. Galler Kantonalbank, bei der Basler Kantonalbank und bei Valiant.
  • Oder aber mit entschiedenen Expansionsschritten wie bei Swissquote (mit der Übernahme von MIG) und Notenstein.
  • Hinzu kamen Fälle, wo einzelne Spezialausgaben den Gewinn verhagelten (zum Beispiel Sonderdeckungen in der Pensionskasse bei der Bank Coop).
  • Oder umgekehrt jene Fälle, wo ein günstiger Basiseffekt im Jahr zuvor zu einem unrealistisch guten Ergebnis geführt hatte.

Zinsen, Steuerstreit, Regulierung?

Klammert man all diese Spezialfälle aus, so zeigt sich, dass die generelle Entwicklung bestens ist. Bekanntlich hat die Bankbranche viele Gründe, laut über das aktuelle Umfeld zu klagen – Stoff dafür liefern insbesondere die Zinssituation, der Steuerstreit, der Regulierungsdruck oder der Zwang zur stetigen technologischen Erneuerung.

Hinzu lastete der Zwang, für den US-Steuerstreit Rückstellungen zu bilden, auf vielen Häusern und schmälerte das Resultat. 

Problemzone Private Banking

Dennoch, und das ist das positive Resultat: Eine deutliche Mehrheit der Banken konnte ihre Gewinnzahl steigern, und zwar um einen signifikanten Wert. Und dass kein einziges der genannten 55 Institute rote Zahlen schreiben musste, besagt auch allerhand. Es herrscht wieder Solidität, insbesondere im Schweizer Geschäft.

Auf der anderen Seite wird gerade in der Gruppe der Privatbanken spürbar, dass man es mit einem strukturellen Problem zu tun hat – insofern sind die Zahlen des Jahres 2013 durchaus wieder aussagekräftig.

Regional-, Retail- und kleinere Universalbanken

Gewinne2013 Regiobanken

 

Kantonalbanken

Gewinne2013 KB1Gewinne2013 KB2

 

Private Banking

Gewinne2013 Privatbanken

  

Grossbanken

Gewinne2013 Grossbanken

 

Diverse
(Investment Manager, Online, Boutiquen, Asset Management...)

Gewinne2013 Diverse

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

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Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

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Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

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Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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