Dies sollten Finanzberater tun, wenn sie ihre Kunden behalten wollen

Es gibt einige Dinge, die Bankkunden von ihren Beratern unbedingt erwarten. Sonst wechseln sie das Institut. Dies vorweg: Die Ansprüche sind erfüllbar.

Was Private Banker doch alles für ihre reichen Kunden tun müssen: Bombensichere Portfolios ausarbeiten, die innovativsten Rendite-Chancen finden, Familien-. und Nachfolgeplanungen gestalten, je nach Neigung des Kunden als Kunst-, Oldtimer, Wein- oder Immobilienkenner amten, auch mal ein Rennpferd kaufen oder auch trivialere Aufgaben als Gesellschafter oder Partygast übernehmen.

Kundenberater von reichen (HNWI) und sehr reichen Kunden (UHNWI) sind wie der Concierge im Fünf-Sterne-Hotel: Jeder Wunsch wird von den Lippen abgelesen und erfüllt. So tönt es zuweilen aus der Branche.

Was aber Kunden wirklich wollen und warum sie tatsächlich einen Kundenberater und eine Bank wechseln würden, ist viel trivialer, wie eine Studie des US-Asset-Managers Vanguard in Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen Spectrem nun zeigt.

Kommunikation ist alles

Für die Studie wurden insgesamt 3000 Affluent Kunden (100'000 bis 1 Million Dollar Vermögen), HNWI (1 bis 5 Millionen) und UHNWI (5 Millionen und mehr) nach Gründen gefragt, weshalb sie ihren Bankberater fallen lassen würden. Die Antworten zeigen: Es ist die Kommunikation.

Denn was die Kunden gar nicht mögen, sind Berater, die nicht in einer angemessenen Frist zurückrufen (siehe Grafik). Das ist mit einigem Abstand der Hauptgrund, weshalb die Befragten die Bank wechseln würden.

Die Top-Gründe für einen Bankberaterwechsel:

Kommunikation Grafik

(Blauer Balken: Affluent; Grün: HNWI; Violet: UHNWI)

Weiter sollten Kundenberater Emails relativ speditiv beantworten und die Kunden schon mal proaktiv mit neuen Anlageideen kontaktieren. Dagegen ist die Toleranzgrenze für Verluste im Portfolio etwas höher als bei fehlender Kommunikation des Kundenberaters.

Kontakt ja, aber nur auf Wunsch des Kunden

Wo liegt aber die Toleranzgrenze der Kunden für die Frist eines erwarteten Rückrufs? Nicht sehr hoch. Die Umfrage zeigt: Nur 4 Prozent der Befragten HNWI und UHNWI akzeptieren eine Wartezeit von zwei Tagen. 8 Prozent der Affluent-Kunden sind etwas toleranter.

Alle erwarten die Kontaktaufnahme am selben Tag, wobei neun von zehn Kunden eine Toleranzfrist von einer Stunde einräumen. Mehr nicht.

Heisst das nun, dass Bankberater ständig ihre Kunden mit Anrufen und Emails bombardieren sollen? Bloss nicht (siehe Grafik).

Rund 70 Prozent der Kunden genügt es, einmal im Monat oder im Quartal einen Anruf zu erhalten. Nur die UHNWI weichen hier etwas ab und wünschen engeren Kontakt.

Wie oft Kunden kontaktiert werden wollen:

Kontakte Grafik

(Blauer Balken: Affluent; Grün: HNWI; Violet: UHNWI)

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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