Das verdient man in einem Kleinkredit-Institut

Nach dem Börsengang der Cembra Money Bank folgt nun ein ausführlicher Geschäftsbericht mit Vergütungsteil. Hier einige Kernaussagen.

Insgesamt bezahlte die Cembra Money Bank im letzten Jahr 100,3 Millionen Franken an compensation and benefits. Im Jahr zuvor waren es 102,7 Millionen gewesen. Hier spiegelt sich vor allem ein Stellenrückgang: Die Zahl der Vollzeit-Posten sank von 710 im Jahr 2012 auf 700 im letzten Jahr.

Pro Kopf (respektive pro Vollstelle) bezahlte Cembra letztes Jahr also durchschnittlich 143'000 Franken nach 144'000 Franken im Vorjahr. Das Haus liegt damit eher über dem Branchenschnitt.

Die Zahlen zur Vergütung des Verwaltungsrates sind nur wenig aussagekräftig, da das Gremium im Laufe des Geschäftsjahres umgebildet wurde. Präsident Felix A. Weber, seit August im Amt, erhielt bis Jahresende eine Vergütung von 159'000 Franken. Sein Stellvertreter Christopher M. Chambers, seit September im Amt, erzielte Gesamtvergütungen von gut 100'000 Franken.

Lernen von der Obwaldner Kantonalbank

Das gesamte Kompensationspaket der Cembra-Geschäftsleitung summierte sich auf gut 4 Millionen Franken, wobei 1,1 Millionen auf den bestbezahlten Vertreter enfielen, CEO Robert Oudmayer; er erhielt unter anderem ein Grundsalär von 650'000 Franken und einen Bonus von 270'000 Franken. Auf die übrigen vier Mitglieder der Geschäftsleitung entfielen damit durchschnittlich 715'000 Franken an Salär, Boni, Pensionszahlungen und anderen Benefits.

Bei der Bestimmung der Managementvergütung nahm Cembra 13 andere Finanzinstitute zum Vergleich, darunter Axa Winterthur, UBS, Zurich, Julius Bär, Vontobel, Swisscanto, aber auch Südleasing und die Kantonalbanken von Obwalden, Uri, Waadt und Zürich. 

Cembra Money Bank, Group Report 2013

 

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Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

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