Weko beharrt auf Untersuchung gegen die CS

Die Wettbewerbskommission hält an ihren Aussagen fest: Die Credit Suisse ist Teil einer Untersuchung wegen vermuteter Absprachen im Devisenhandel – selbst wenn die Bank das Gegenteil behauptet. 

Ungewohnt scharf reagierte die Credit Suisse (CS) am Montagmorgen, nachdem die Wettbewerbskommission (Weko) mitgeteilt hatte, die Bank sei mit sieben anderen Instituten Gegenstand einer Untersuchung wegen vermuteter Wettbewerbsabsprachen im Devisenhandel. Auch finews.ch berichtete darüber.

So schrieb die CS: Sie habe den Inhalt der heutigen Pressemitteilung der Wettbewerbskommission (Weko) «mit Befremden» zur Kenntnis genommen. Sie sei aber nicht Gegenstand der bei anderen Bankinstituten durchgeführten Vorabklärungen der Weko gewesen.

Schleierhafte Reaktion

Diese Pressemitteilung (der Weko) enthalte folglich Informationen bezüglich der Credit Suisse, welche nicht zutreffen würden. Derartige Vorwürfe zum jetzigen Zeitpunkt seien daher «unangebracht und rufschädigend».

Auf Anfrage von finews.ch erklärte der Direktor des Weko-Sekretariats, Rafael Corazza, ihm sei die Reaktion der Credit Suisse «schleierhaft». Die Bank sei tatsächlich mit den übrigen Finanzinstituten Gegenstand der eingeleiteten Untersuchung zu den vermuteten Forex-Manipulationen.

Hinweis auch bei der CS

Die Credit Suisse sei auch Gegenstand der Vorabklärungen gewesen, so Corazza weiter, bloss sei sie diesbezüglich nicht angeschrieben worden und daher auch nicht selber involviert gewesen.

Im Laufe dieser Vorabklärungen habe es jedoch Hinweise gegeben, dass auch die Credit Suisse bei den vermuteten Wettbewerbsabsprachen zur Manipulation von Wechselkursen im Devisenhandel beteiligt sein könnte. Dies habe dann zur eigentlichen Untersuchung geführt, präzisierte Corazza gegenüber finews.ch.

Kein Verständnis

Dass eine solche Untersuchung «rufschädigend» sei, wie dies die Credit Suisse in ihrem Communiqué schreibt, kann der Weko-Vertreter nachvollziehen. Das sei bei einer Untersuchung oftmals so. Kein Verständnis hat er hingegen, wenn die Credit Suisse schreibe, die (vermuteten) Vorwürfe seien «unangebracht». Das Vorgehen der Weko sei korrekt, betonte Corazza.

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