Notenstein beteiligt Mitarbeiter wie einst Wegelin

Seit Jahresbeginn können sich die Notenstein-Mitarbeiter mit Anteilsscheinen am Erfolg der Privatbank beteiligen. Wie CEO Adrian Künzi zu finews.ch sagt, sei die Teilnahmebereitschaft sehr gross.

Eine Rückkehr zum Partnersystem der «alten» Wegelin ist das neue Beteiligungsprogramm bei der Privatbank Notenstein nicht. Aber wie bei der Wegelin können sich nun auch Mitarbeiter am Geschäftserfolg und an der Wertsteigerung der Bank beteiligen, wie Notenstein-CEO Adrian Künzi (Bild) am Dienstag zu finews.ch sagte. Die Erfahrungen seien positiv gewesen. «Darum haben wir ein vergleichbares, einfaches System eingeführt.»

Angestellte können demnach jedes Jahr während einer kurzen Frist für eine bestimmte Summe Partizipationsscheine der Notenstein erwerben. Der Preis orientiert sich am jeweils zu diesem Zeitpunkt neu errechneten Substanzwert der Bank.

Kaufsumme ist nach oben limitiert

Die Geschäftsleitung und erweiterte Geschäftsleitung sind verpflichtet, einen Teil ihres Jahresbonus in Partizipationsscheine anzulegen. Sie können ihre Anteile auch durch freiwillige Käufe erhöhen. Arbeitet die Bank besser, erhöht sich der Wert der Scheine. Zudem berechtigen sie zum Bezug einer Dividende.

Die Käufe sind nach Hierarchiestufe limitiert: Pro Jahr kann beispielsweise ein Mitarbeiter mittlerer Rangstufe für höchstens 50'000 Franken Partzipationsscheine kaufen.

Die Scheine können auch einmal im Jahr verkauft werden — aber nur an die Bank selber und zum vormaligen Substanzwert. Abgeben muss sie, wer die Notenstein verlässt.

Strategisch ist die Bank nun aufgestellt

Die Privatbank bedient sich damit eines bewährten Beteiligungsprogramms, das die Mitarbeiter zu Unternehmern macht und direkt am Erfolg – und Misserfolg – ihres Arbeitgebers teilhaben lässt.

Laut Künzi wird dies intern sehr begrüsst. «Die Zeichnungen von Partizipationsscheinen sind hoch», sagt er. Geplant sei die Einführung des Programms schon bei der Gründung der Notenstein gewesen.

Aber da sei es noch zu früh gewesen. «Ende 2013 sahen wir den richtigen Zeitpunkt für den Start gekommen, da die Bank nun nach Investitionen im Private Banking und bei den Institutionellen Kunden strategisch gut positioniert ist», so der CEO.

40 Millionen Partizipationsscheine

Der Zeitpunkt ist auch insofern der richtige, als dass die Rentabilität der Notenstein 2013 auf einen Tiefpunkt gefallen ist und im Herbst eine Sparrunde eingeläutet wurde. Geht die Expansionsstrategie auf, steigert sich wie erhofft in den nächsten Jahren der Wert der Bank.

Hilfe für das Programm leistete die Muttergesellschaft Raiffeisen. Sie zeichnete das Kapital für 40 Millionen Partizipationsscheine. Diese beinhalten aber keine Stimmrechte. Diese liegen bei der Raiffeisen und ihren Notenstein-Aktien.

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