Jetzt schweigt die UBS zur Personalentwicklung

Die Grossbank will weiter an der Kostenschraube drehen. Welche Konsequenzen dies auf das Personal hat, darüber will die Bank ab sofort keine Auskunft mehr geben.

Die UBS will die Kosteneffizienz weiter steigern. Am Personalbestand werden die Kostensenkungsmassnahmen nicht spurlos vorbeigehen, räumt die UBS in einer Mitteilung zum ersten Quartal 2014 ein. Doch diesbezüglich will die Bank ab sofort keine Schätzungen mehr veröffentlichen.

Dies nachdem die UBS erst im November 2012 noch einen Abbau von rund 10'000 Stellen (von damals 64'000) bekannt gegeben hatte.

Die UBS bleibe mit rund 60'000 Mitarbeitenden eine wichtiger Arbeitgeber, heisst es weiter. Trotz der Reduktion des (ausgewiesenen) Personalbestands habe man die Beschäftigung über Outsourcing und ausgewählte externe Partner weltweit aufrechterhalten.

Im ersten Quartal 2014 beschäftigte die UBS weltweit noch 60'326 Mitarbeitende, verglichen mit 61'782 im Vorjahr.

Kosten sollen um weitere 1,4 Milliarden sinken

Bei den Kosten peilt die UBS bis Ende 2015 – verglichen mit 2013 – eine Reduktion des Geschäftsaufwands im Corporate Center von 1,4 Milliarden Franken an. Danach sollen weitere Kostensenkungen von 0,7 Milliarden Franken im Non-Core und Legacy Portfolio dazu kommen, bedingt durch die vollständige Veräusserung des Portfolios.

Im weiteren geht die Grossbank weiterhin davon aus, dass sie mittelfristig eine Eigenkapitalrendite von 15 Prozent erreichen kann. Und sobald die Kapital-Ziele erreicht sind, will sie – wie ebenfalls seit längerer Zeit beabsichtigt – mindestens 50 Prozent des Reingewinns an die Aktionäre ausschütten.

Neues Ziel fürs Asset Management

Auf strategischer Ebene will die Bank ihre Position als «herausragender globaler Wealth Manager» stärken. Die Wealth-Management-Einheiten wollten den kombinierten bereinigten Vorsteuergewinn jährlich um 10 bis 15 Prozent steigern, über den Zyklus hinweg.

Zudem will die Bank auch ihre Position als «führende» Universalbank der Schweiz beibehalten. Die Investment Bank wolle ihre Stellung in den Zielsegmenten Advisory, Research, Equities, Foreign Exchange und Precious Metals festigen. Das Global Asset Management wiederum soll seine Position stärken. Dieser Division wird ein neues Ziel eines bereinigten jährlichen Vorsteuergewinns von 1 Milliarden Franken gesetzt.

Altlasten werden weiter abgebaut

Angepasst wurden auch die Zielbandbreiten für das Aufwand-Ertrags-Verhältnis von Wealth Management, Wealth Management Americas und der Investment Bank. Damit trägt die Banken der Absicht Rechnung, die zugewiesenen Kosten des Corporate Center zu reduzieren und die Effizienz der Front-Office-Einheiten zu steigern. Das Ziel für die (bereinigte) Cost-Income-Ratio auf Konzernstufe ab 2015 beträgt daher unverändert 60 bis 70 Prozent.

Weiter abgebaut werden sollen auch die Altlasten. Das Ziel für die risikogewichteten Anlagen gemäss Basel III für das sogenannte Non-Core und Legacy Portfolio im Jahr 2015 wurde von 55 auf rund 40 Milliarden Franken gesenkt. Damit trage man den bisherigen Fortschritten und der erwarteten künftigen Reduktion Rechnung, so die Bank.

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