Wo das Bankgeschäft noch ein Handwerk ist

Das Rätsel der Online-Kampagne «für ein ehrliches Bankwerk» ist gelöst. Dahinter versteckte sich eine Regionalbank am Zürichsee.

Vor rund einer Woche begann eine anonyme Aktion «für ein ehrliches Bankwerk» auf sich aufmerksam zu machen. Sie forderte dazu auf, Anregungen zu liefern, wie ein ehrliches Bankgeschäft denn aussehen sollte. Wer hinter der Aktion steckte, darüber durfte ruhig spekuliert werden.

Nun liegt des Rätsels Lösung vor: Es ist die Bank Thalwil. Diese ist an den vier Standorten Thalwil, Adliswil, Kilchberg und Langnau mit 38 Beschäftigten präsent.

Währschaft und bodenständig

«Um Aufmerksamkeit für unsere Mitteilung zu erhalten, brauchte es diesen überraschenden und erfrischenden Auftritt», sagte Andreas Fuchs (Bild), Vorsitzender der Geschäftsleitung, in einer Mitteilung zur Auflösung der Kampagne.

Mitteilen wollte die Bank, dass sie «ein währschaftes und bodenständiges Bankgeschäft, vergleichbar mit einem handwerklichen KMU» betreibe, so Fuchs weiter.

Daraus sei die Formel: Bank + Handwerk = Bankwerk entstanden. Die Assoziationen, welche dabei mit dem Begriff Handwerk in Zusammenhang stünden, seien Präzision, Qualität, Tatkraft, Kreativität und Individualität. «Wir sind eine Regionalbank, welche das Bankgeschäft mit Freude und Begeisterung lebt», ergänzt der CEO weiter.

Augenmerk auf Machbarkeit

Dabei soll ein grosses Augenmerk auf Machbarkeit und Qualität gelegt werden. Der Bank gehe es dabei «nicht um möglichst hohe Renditen für Eigentümer und maximale Boni für Mitarbeiter und Geschäftsleitung», bekräftigt Fuchs.

Mit dieser Werbung sagt die Bank Thalwil der Bank Zimmerberg den Kampf an. Die Bank Zimmerberg – entstanden 2012 aus der Sparkasse Horgen – macht mit der Werbung «die Bank für die Region» in jüngster Zeit verstärkt sich aufmerksam.

Konkurrez am Zimmerberg

Die Bank Zimmerberg mit Niederlassungen in Horgen, Hirzel und Oberrieden und 28 Beschäftigten reklamiert für sich, dass es sich gegenüber Mitarbeitenden sowie gegenüber Kunden und Partnern fair, glaubwürdig und wertschätzend verhalte.

Gemessen an der Bilanzsumme ist die Bank Zimmerberg bedeutend kleiner als die Bank Thalwil. Während letztere zuletzt eine Bilanzsumme von 1,11 Milliarden Franken auswies, kommt die Bank Zimmerberg lediglich auf eine Bilanzsumme von 862 Millionen Franken. Bei den betreuten Kundenvermögen ist der Abstand mit 740 Millionen bei der Bank Thalwil und 652 Millionen Franken bei der Bank Zimmerberg allerdings weniger gross.

Lesen Sie dazu auch: Auch wir suchen das ehrliche Bankwerk

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

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Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

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Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

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Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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