Boris Collardi: «Arbeitet härter!»

Der Chef von Julius Bär weiss, wie die Schweiz als Standort für Private Banking weltweit führend bleiben kann.

Unter all den Expertenmeinungen und Forderungen aus der Finanzgemeinde und der Politik, wie die Schweiz die Konkurrenz im internationalen Private Banking auf Abstand halten kann, ist die von Boris Collardi bislang die erfrischendste – und vielleicht auch zielführendste: «Arbeitet härter!»

Der CEO der Privatbank Julius Bär sprach am Donnerstag vor Mitgliedern und Gästen der Swiss-American Chamber of Commerce, wie Bloomberg berichtete. «Wenn wir in Führung bleiben wollen, wenn wir die beste Kultur im Private Banking haben wollen, die beste Geschichte und Tradition, dann müssen jene, die in der Branche arbeiten, eben wirklich hart arbeiten», sagte Collardi.

Auch Panama will ein Stück vom Kuchen

Denn der grösste Kuchen im internationalen Private Banking, also rund ein Drittel der weltweit verwalteten Vermögen, der soll im Lande bleiben. Seit das Steuerumfeld keine Fehltritte mit undeklarierten Kundengeldern mehr zulässt, das Bankgeheimnis löchrig geworden ist und der automatische Informationsaustausch kommen wird, ist dieser Kuchen nicht mehr ganz so einfach zu verteidigen.

Andere Finanzzentren stünden im Wettbewerb mit der Schweiz, so Collardi. «London will ein Stück vom Kuchen haben, Singapur will ein Stück vom Kuchen haben. Und neuerdings will auch Panama ein Stück vom Kuchen haben», sagte er.

Diversifiziern und fokussieren

Woran härter gearbeitet werden müsse, sagte Collardi auch. Für die Banken sei es überlebenswichtig, die Kundengelder zu erhöhen, um die Regulierungskosten absorbieren zu können. Zudem müssten die Banken ihre Kundenbasis diversifizieren und sich ausschliesslich auf jene Märkte konzentrieren, in denen sie erfolgreich sein könnten.

Und härter gearbeitet werden muss wohl auch an der Kundenfront, wo mit Steueroptimierungsdienstleistungen nichts mehr zu gewinnen ist. «Der moralische Kompass der Kunden hat geändert», so Collardi. Sie hätten nicht mehr die Erwartung, dass Schweizer Banken undeklarierte Gelder annähmen.

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