Weitere Kopfschmerzen für die UBS

Gegen die Grossbank läuft in den USA eine weitere Untersuchung. Diesmal geht es um betrügerische Absichten im Zusammenhang mit verkauften Fonds in Puerto Rico.

Auf der Karibikinsel hat die UBS offenbar nicht nach bestem Wissen und Gewissen gearbeitet. Bekannterweise hat sie Fonds an lokale Anleger verkauft, deren zu Grunde liegende Bonds sie zuvor selbst für den Freistaat Puerto Rico emittiert hatte. Das Ausmass des Falles ist auf finews.ch hier, hier und auch hier nachzulesen.

Die Bank soll dann von diesen Puerto-Rico-Bonds selbst Papiere in der Höhe von 1,7 Milliarden Dollar aufgekauft und sie in 20 Investmentfonds aufgenommen haben. Die Bonds fielen im Wert – und die Anleger fuhren Verluste ein. Die sie nun einklagen.

Kunden bekamen von UBS Kredit zum Kauf der Fonds

Zu den bereits laufenden Untersuchungen reiht sich nun eine weitere, wie die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag berichtete: Ein UBS-Broker soll für Kunden in Puerto Rico Kredite in einer UBS-Filiale im US-Bundesstaat Utah aufgenommen haben, die dann für weitere Fonds-Käufe benutzt wurden.

Was ein Verstoss gegen regulatorische Vorschriften ist. Vorgesetzte des Brokers sollen davon gewusst haben.

Die UBS hat den Broker inzwischen gefeuert und eine eigene interne Untersuchung eingeleitet. Gegen 200 geprellte Investoren sowie lokale Broker fordern von der UBS eine Entschädigung.

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NEWS GANZ KURZ

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

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