LGT macht Quantensprung im Swiss Banking

Die liechtensteinische LGT-Gruppe übernimmt 70 Mitarbeiter sowie Kundenvermögen von mehr als 10 Milliarden Franken von einem Konkurrenten in der Schweiz. Die Transaktion mischt die Karten im Swiss Private Banking nochmals neu auf.

Die weltweit im Private Banking und Asset Management tätige LGT-Gruppe hat mit der HSBC Private Bank (Suisse) eine entsprechende Absprache getroffen, wie einem Communiqué vom Dienstag zu entnehmen ist.

Dieser Vereinbarung zu Folge kommt es zum Verkauf eines grösseren Portfolios von sehr vermögenden Privatkunden aus verschiedenen Ländern.

Komplette Integration

Die Transaktion umfasst verwaltete Vermögen in Höhe von mehr als 10 Milliarden Franken sowie rund 70 Mitarbeitende. Nach dem Closing wird das übernommene Geschäft in die LGT Bank (Schweiz) integriert, die per Ende 2013 rund 21 Milliarden Franken an Vermögen verwaltete.

Die Herkunftsländer der Kunden sind gemäss LGT-Angaben zentral für die weitere Wachstumsstrategie, die insbesondere auf Zentral- und Osteuropa, Lateinamerika und Westeuropa abziele. Ein geringerer Anteil des Portfolios bezieht sich auf Kunden, die durch in der Schweiz ansässige externe Vermögensverwalter betreut werden, wie es weiter heisst.

Rigoros geprüft

Die Möglichkeit dieses Portfolio zu erwerben, ergibt sich vor dem Hintergrund einer strategischen Neuausrichtung der HSBC. Sie will sich künftig auf einzelne ausgewählte Märkte konzentrieren. Die zu übernehmenden Vermögenswerte wurden dem weiteren Vernehmen nach einer «rigorosen Überprüfung nach Steuer- und generellen Compliance-Kriterien» unterzogen.

Die Teams, die derzeit für die entsprechenden Kunden verantwortlich sind und zu LGT wechseln werden, umfassen rund 70 Mitarbeitende (davon überwiegend Kundenberater) in der Schweiz. Die LGT beabsichtigt, alle zu ihr transferierenden Mitarbeitenden zu behalten und noch zusätzliches Personal einzustellen, um das erwartete Wachstum zu bewältigen.

Markante Steigerung

Der Verkaufspreis wird vollständig in bar aus dem Eigenkapital der LGT abgegolten. Über die effektive Höhe dieser Summe werden keine Angaben gemacht. Es ist vorgesehen, dass der Abschluss der Transaktion im vierten Quartal 2014 erfolgen wird.

Mit verwalteten Vermögen von künftig mehr als 30 Milliarden Franken verstärkt die LGT Bank (Schweiz) ihre Marktposition infolge der Transaktion deutlich. Die LGT Group wird ihre verwalteten Vermögen auf ungefähr 120 Milliarden Franken und ihre Anzahl Mitarbeitenden auf fast 2'000 erhöhen.

Lesen Sie dazu auch: «LGT Bank sucht nach HSBC zusätzliches Personal»

 

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Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

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Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

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Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

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Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

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