Credit Suisse erhält einen scharfen Aufpasser

Er hat sich weitherum den Ruf eines scharfen Bankenkritikers gemacht. Nun ist er zum Aufseher der Credit Suisse ernannt worden.

Beim neuen Aufseher der Schweizer Grossbank handelt es sich um Neil Barofsky, wie die «New York Times» unter Berufung auf gut unterrichtete Kreise mitteilte.

Er dürfte genau den Vorstellungen von Benjamin Lawsky, dem Chef der New Yorker Finanzaufsicht entsprechen, der gemäss der Zeitung für die Aufgabe des CS-Aufpassers jemanden gewünscht hatte, der Härte gegenüber den Banken zeigt. Barofsky und Lawsky kennen sich seit den Tagen, als beide für die Bundesstrafbehörden in New York tätig waren.

Aufseher auf Kosten der Credit Suisse

Dass ein Monitor der Credit Suisse zur Seite gestellt wird, ist Teil einer Vereinbarung, welche die Bank im Rahmen des Schuldeingeständnisses mit der New Yorker Finanzaufsicht getroffen hat.

Barofsky war noch von Präsident George W. Bush auf dem Höhepunkte der Finanzkrise zum Inspector General über das Programm zur Rettung der Finanzbranche (Tarp) ernannt worden. Er wird nun in den kommenden zwei Jahren auf Kosten der Bank alle ihre Vorkehrungen überwachen, die dem Verhindern von Fehlverhalten dienen.

Bloss Puppen der Grossbanken

Die Credit Suisse kann also nicht hoffen, einem milde gestimmten Aufseher gegenüber zu stehen. Zumal die behördlich verpflichteten Aufseher in der Vergangenheit in die Kritik geraten sind. Sie gelten gemäss der Zeitung als zahm und den Banken zu nahe stehend.

Lawsky wolle dies nun ändern. Laut «New York Times» soll er bereits erklärt haben: «Wenn die Aufseher bloss Puppen der Grossbanken sind, die ihre Ausgaben bezahlen, statt unabhängige Stimmen, dann kann das Produkt ihrer Arbeit kaum verlässlich sein.»

 

 

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